Dentista Club

DGZMK: Empfehlungen des Wissenschaftsrates sind "Ohrfeige für Politik"

News vom 27. August 2010

 

DGZMK-Präsident Hoffmann: „Kritik des Wissenschaftsrats bedeutet eine schallende Ohrfeige für Gesundheits- und Kultur-Politik“

„Empfehlungen zur Weiterentwicklung der ambulanten Universitätsmedizin in Deutschland“ konstatieren Stillstand im Bereich der Zahnmedizin / Neue Approbationsordnung und bessere personelle sowie technische Infrastruktur an den Hochschulstandorten gefordert

In seiner Kritik an der mangelnden personellen und baulichen Ausstattung der zahnmedizinischen Hochschulstandorte in Deutschland und damit auch an der kriselnden Basis für Forschung und Lehre sieht sich der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK), Prof. Dr. Thomas Hoffmann (Uni Dresden), durch die aktuellen „Empfehlungen zur Weiterentwicklung der ambulanten Universitätsmedizin in Deutschland“ bestätigt: „Ob veraltete Approbationsordnung oder die fehlende Infrastruktur an den zahnmedizinischen Hochschulstandorten – die vielen Mängel, die der Wissenschaftsrat moniert, sollte die verantwortlichen Gesundheits- und Kulturpolitik als schallende Ohrfeige empfinden und endlich die Mittel bereit stellen, die unserem Fach zu einer vernünftigen Entwicklung schon seit Jahren fehlen.“

Die Notwendigkeit einer neuen Approbationsordnung ergibt sich aus den Empfehlungen des Wissenschaftsrates (WR) schon aus Gründen der in der Europäischen Union angestrebten Kompatibilität eines gemeinsamen Lernzielkataloges. In der „möglichst raschen Umsetzung einer neuen Approbationsordnung für Zahnärzte“ sieht der WR „eine wichtige Maßnahme zur Weiterentwicklung und Qualitätsverbesserung der Ausbildung im Bereich der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde. Die Berücksichtigung der Weiterentwicklung des Fachgebiets zur Prävention, der Entwicklung neuer Behandlungsformen, die Veränderung der Befunde und Erkrankungen sowie die stärkere Integration in die Humanmedizin sind hierbei wesentliche Aspekte.“ Außerdem seien die Betreuungsrelationen von 1:6 Lehrende zu Studierenden auf die der Humanmedizin mit 1:3 anzugleichen. Der WR rügt, dass seine bereits 2005 erhobene Forderung nach einer neuen Approbationsordnung noch immer nicht umgesetzt sei.

Jüngste Standortbegehungen des WR haben einen „deutlichen Nachholbedarf im Bereich der Zahnkliniken“ ergeben, was die konkurrenzfähige personelle und bauliche Infrastruktur an den Hochschulstandorten angeht. Im Sinne der ambulanten Versorgung der Patienten und der klinisch-praktischen Studentenausbildung fordert der WR, sowohl die Behandlungszeiten für Patienten auszudehnen, als auch finanzielle Anreize zur Behandlung aus dem Budget Forschung und Lehre zu schaffen. Die Krankenkassen als Vertragspartner werden aufgefordert, diese Versorgung mit angemessen hohen Hochschulambulanzpauschalen bzw. Punktwerten als differenzierte Versorgungsform zu vergüten.

Auch die Neugestaltung der Forschungslandschaft, wie der WR sie vorschlägt, deckt sich mit den Vorstellungen des DGZMK-Präsidenten. Prof. Hoffmann: „Die Unterstützung der klinischen Forschung durch interdisziplinär genutzte Infrastruktur (Forschungsambulanzen) mit entsprechendem Fachpersonal entspricht den Vorstellungen, die ich anlässlich des 150jährigen Bestehens der DGZMK im vergangenen Jahr bereits vorgestellt habe.“ Prof. Hoffmann teilt die Auffassung des WR, dass „nur eine universitäre Lehre mit aktiver Teilnahme am Forschungsgeschehen“ eine zukunftsträchtige Ausbildung des zahnmedizinischen Nachwuchses ermöglichen kann. Hier liegen auch seitens der Hochschulen nach seiner Meinung sicher noch einige Reserven. Hoffmanns Fazit der Empfehlungen und sein Appell an die Politik lautet: „Nur wenn die Politik endlich die benötigten Mittel bereitstellt, werden wir das international hohe Niveau der wissenschaftlichen Zahnmedizin in Deutschland erhalten können.“
Weitere Informationen:
http://www.dgzmk.de

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MEDIZINISCHER FAKULTÄTENTAG: Uni-Medizin in Lübeck bleibt

News vom 08. Juli 2010

Sehr geehrte Damen und Herren,
am 4. Juni 2010 verfassten die Mitglieder des Medizinischen Fakultätentags einstimmig eine "Resolution zum Erhalt des Medizinstudiums in Lübeck".
Vor dem Hintergrund der Systemrelevanz der Hochschulmedizin forderten Sie Bund und Ländern auf, durch eine gemeinsame Aktionen die Abwicklung von Universitäten zu verhinden. Auf dem heutigen "Innovationskongress der deutschen Hochschulmedizin" bestätigte Frau Bundesministeriun Schavan die Pressemeldungen, dass der Bund Schleswig-Hostein kompensatorische Mittel gewähren wird, wenn das Land beschließt, dass Medizinstudium in Lübeck zu erhalten.
Mehr dazu entnehmen Sie bitte dem beigefügten Artikel aus dem Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag vom 8. Juli 2010.

Weiterführende Downloads:

Hier finden Sie die Zeitungsnotiz
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ONLINE-BEFRAGUNG UNI ULM: Beruf, Familie und Karriere

News vom 08. Mai 2010

 

Gegen Ärztemangel und Karriereknick: Landesweite online-Befragung zur Vereinbarkeit von Medizinstudium, Beruf und Familie startet

Arzt oder Ärztin zu werden und gleichzeitig eine Familie zu gründen ist sowohl im Studium als auch später im Berufsleben schwierig. Das Land aber braucht Ärztinnen und Ärzte. Wie Aus- und Weiterbildung familienfreundlicher gestaltet werden könnten, soll eine großflächige online-Befragung aller Medizinstudierenden mit Kind(ern) in Baden-Württemberg herausfinden, die am 7. Mai 2010 startet und vom baden-württembergischen Wissenschaftsministerium für zwei Jahre mit 190.000 Euro gefördert wird.
60 Prozent der Medizinstudenten sind Frauen, ihr Anteil steigt seit Jahren - und sie werden gebraucht. Generell gibt es aber keinen idealen Zeitpunkt zur Familiengründung, weder in der rein als Vollzeitstudium angelegten Ausbildung noch in der Zeit der Facharztweiterbildung oder späteren Berufsausübung. Das Medizinstudium in seiner derzeitigen Organisationsform ohne strukturierte Teilbarkeit wird von betroffenen Eltern als eher familienunfreundlich charakterisiert. Klinische Lehre wird oft nur als ganztägige Blockveranstaltungen oder am späten Nachmittag nach dem Klinikbetrieb angeboten. Dieser Mangel an Vereinbarkeitsstrukturen führt zu Nachwuchssorgen und verstärkt gleichzeitig die so genannte „gläserne Decke“, welche Frauen mit Kindern häufig von herausragenden Karrierepositionen trennt.

Der Mangel von überdurchschnittlich engagierten jungen Medizinerinnen und Medizinern, die sich für aufwändige Karrierewege in der Universitätsmedizin oder für fordernde Tätigkeiten z.B. als Landarzt entscheiden, wird zunehmend beklagt. Der Wunsch nach Teilzeitbeschäftigung nimmt rasch zu - Teilzeitmodelle in Aus- und Weiterbildung sind aber noch immer eine Seltenheit. Die strukturellen Rahmenbedingungen in der Aus- und Weiterbildung von Medizinerinnen und Medizinern müssen dringend verbessert werden, damit Familiengründung und berufliche Karriereentwicklung vereinbart werden können und der Arztberuf attraktiv bleibt.

Die nun gestartete online-Befragung setzt hier an: Sie soll knapp 1.000 Medizinstudierende mit Kind(ern) in Baden-Württemberg erreichen und ihre Lebens- und Studienbedingungen erfassen. Darauf aufbauend sollen nötige Veränderungen für ein familienfreundliches Medizinstudium erarbeitet werden. Die Studie möchte mit ihren Ergebnissen einen Beitrag leisten zur aktuellen Vereinbarkeitsdebatte in der Medizin, die unter anderem die Folgen des Ärztemangels und die Kinderlosigkeit von Akademikerinnen betont.

Die landesweite Befragung setzt eine Pilotstudie der Ulmer Projektgruppe des Universitätsklinikums fort, in der unter der Leitung des Familienforschers Prof. Dr. Jörg M. Fegert, Ärztlicher Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie, durch Einzelinterviews mit 95 Studierenden die Studien- und Lebensbedingungen studierender Eltern erhoben wurden.

Weitere Details, Hintergründe und Ergebnisse finden Sie unter: www.meduki.de. Am 29. September 2010 werden die Ergebnisse unter der Leitung des Wissenschaftsministeriums in Stuttgart vorgestellt.

Weitere Informationen:
http://www.meduki.de - Ulmer Studien zum Medizinstudium mit Kind
http://www.uni-ulm.de/einrichtungen/zuv/beauftragte/gleichstellungsbeauftragte/b... - Beruf und Familie Universität Ulm
http://www.uniklinik-ulm.de/buf - Beruf und Familie Universitätsklinikum Ulm

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FORSCHUNGS-RANKING: Uni Kiel führend in Zahnmedizin

News vom 11. Januar 2010

Wissenschaftler der Christian-Albrechts-Universität Kiel führen Deutschlands Spitze im Forschungsbereich Zahnmedizin an. Zu dem Schluss kommt das aktuelle CHE-ForschungsRanking 2009.

Danach erreicht Kiel in der Zahnmedizin bei vier der insgesamt sieben Indikatoren zur Bemessung der Forschungsleistung einen Platz in der Spitzengruppe und belegt hinter der Uni Heidelberg den vierten Platz im Gesamtergebnis. Platz eins und zwei gehen an Erlangen-Nürnberg und Freiburg.

Das 1994 gegründete Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) ermittelt alle drei Jahre auf Basis des CHE-HochschulRankings die Forschungsleistung deutscher Universitäten. Als Indikatoren dienen die verausgabten Drittmittel sowie die Anzahl der Promotionen, Publikationen und Zitationen. ck
Quelle: zm-online

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UNIVERSITÄTSMEDIZIN: Mainz ist eine der forschungsstärksten Fakultäten in Deutschland

News vom 09. Januar 2010

Die Universitätsmedizin Mainz ist im aktuellen Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) erstmals in die Spitzengruppe der forschungsstärksten Universitäten aufgestiegen. Mit fünf von neun möglichen Spitzenplätzen gehört Mainz nun neben Tübingen, München, Berlin, Freiburg, Heidelberg und Würzburg zu den Top 10 der insgesamt 35 Universitäten in Deutschland. Die hervorragende Platzierung basiert vor allem auf den Leistungen im Bereich Nachwuchsförderung und der Einwerbung externer Drittmittel für den Forschungsbereich. Neben diesen beiden zentralen Bereichen entwickeln sich vor allem die Erfindungsmeldungen und der daraus resultierende Technologietransfer positiv.

Alle drei Jahre erhebt das CHE die Daten für bestimmte Fächer im Hochschulranking neu. Für das Ranking 2009 wurden die Forschungsindikatoren für die Fächer Biologie, Chemie, Physik, Mathematik, Medizin, Zahnmedizin und Pharmazie detailliert ausgewertet. Eine Betrachtung erfolgt dabei im Hinblick auf die eingeworbenen Drittmittel, Publikationen und Promotionen absolut und pro Wissenschaftler.
Neben den Fakten wird auch die Reputation der Fachbereiche in der Professorenschaft ausgewiesen, aber nicht zur Bildung der Gruppe der Forschungsstarken herangezogen. Als forschungsstark wird dabei einen Fachbereich gewertet, wenn er in mindestens der Hälfte der erhobenen Indikatoren die Spitzengruppe erreicht. Nach den Vergleichen von 2003 und 2006 hat nun erstmals auch die Universitätsmedizin Mainz den Sprung in die Spitzengruppe geschafft.

Im Bereich der Nachwuchsförderung stellt die Universitätsmedizin Mainz eine der führenden medizinischen Fachbereiche in Deutschland dar. Das erfolgreiche Mainzer Forschungsförderungsprogramm MAIFOR und die intensive Betreuung durch erfahrene Wissenschaftler sind Garant für die weitere erfolgreiche Förderung engagierter Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler. Weiterhin werden die jungen Forscherinnen und Forscher über die seit einigen Jahren etablierten Graduiertenfachkollegs intensiv betreut und gefördert.

Aktuell wird weiterhin der administrative Prozess gebündelt und optimiert, so dass Verträge nicht nur schneller fachkundig geprüft, sondern auch die Risiken für die Universitätsmedizin verringert werden. Die aktiven Wissenschaftler müssen nicht nur bei der Prüfung externer Verträge, sondern auch bei der Antragstellung zentral unterstützt werden. Ein weiterer Schritt ist nicht nur die Gründung des European Project Office (EPO), sondern auch die Implementierung eines Fachansprechpartners für Erfindungen, Patente und Technologietransfer direkt auf dem Gelände der Universitätsmedizin.

Alle seit der Gründung der Universitätsmedizin am 01. Januar 2009 erfolgreich initiierten und unterstützen Forschungsprojekte zeigen, dass die Universitätsmedizin Mainz auf dem richtigen Weg ist und in den nächsten Jahren fest unter den Top 5 der medizinischen Fachbereiche in Deutschland zu finden sein wird.
idw

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BUNDESTAG: Rede der Bundeswissenschaftsministerin zur Regierungserklärung

News vom 11. November 2009

 

Rede Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Annette Schavan, MdB,

Gute Bildung und starke Forschung sollen die Bildungsrepublik Deutschland prägen. Der Koalitionsvertrag enthält starke Signale an die junge Generation, die Kindertagesstätten, Schulen, Ausbildungsbetriebe, Einrichtungen der Weiterbildung und unsere Universitäten und Hochschulen.
Gestern hat sich die Initiative „Lernen vor Ort“ unter der Beteiligung von über 40 Kommunen und vielen Stiftungen gegründet.
Heute konnte ich das 12. Begabtenförderungswerk, das Ernst-Ludwig Ehrlich-Studienwerk der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland eröffnen.
Das sind zwei Beispiele, die zeigen, am Bildungs- und Wissenschaftsstandort in Deutschland ist viel in Bewegung. Unser Ziel ist klar: Wir wollen eines der besten Bildungssysteme der Welt. Und wir wollen, dass Deutschland im internationalen Vergleich einer der attraktivsten Wissenschafts- und Forschungsstandorte ist. Einige Länder in Deutschland – Sachsen, Thüringen, Baden- Württemberg und Bayern – haben schon heute die internationale Spitzengruppe erreicht. Das ermutigt zu konsequenter Weiterentwicklung des Bildungssystems auch in den anderen Ländern.

Weiterführende Downloads:

Die komplette Rede zum Download
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"WELTZAHNMEDIZINER": Prof. Dr. Dr. h.c. Georg Meyer im FDI-Wissenschafskomitee

News vom 11. November 2009

 

Professor Georg Meyer überzeugte in Singapur mit Plädoyer für Amalgam

Der Direktor des Zentrums für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde an der Universität Greifswald, Professor Georg Meyer (60/Foto), ist auf dem 97. FDI-Welt-Zahnärztekongress in Singapur als neues Mitglied in das Wissenschaftskomitee gewählt worden.
Über 150 Nationen sind im Dachverband der World Dental Federation (FDI), die ihren Sitz in Genf/Schweiz hat, organisiert. Das Wissenschaftskomitee besteht aus sieben Mitgliedern und vertritt die internationalen wissenschaftlichen Interessen der Zahnmedizin.

Gemeinsam mit Vertretern aus Brasilien, Frankreich, Hongkong, Israel, der Türkei und den USA ist der Greifswalder nun für zunächst drei Jahre zuständig für wissenschaftliche Stellungnahmen seines Fachgebietes, unter anderem auch für Anfragen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Ein wichtiges Thema bei der diesjährigen Sitzung war das von Umweltministern geplante weltweite Verbot von Quecksilber. Ohne entsprechende Ausnahmeregelung würde hiermit ein Verbot des bewährten zahnärztlichen Füllungswerkstoffes Amalgam einhergehen.

Gold ist "umweltschädlicher" als Amalgam

Der Greifswalder Zahnmediziner konnte sich bei seiner Wahl gegen starke Bewerber aus Brasilien, Polen und Südkorea durchsetzen. Er hat klar und überzeugend für die weitere Nutzung von Amalgam als Zahnfüllung plädiert, zumal die als Alternative erhofften Kunststofffüllungen sowohl mechanische als auch biologische Risiken in sich bergen, wie die aktuelle Forschung belegt. Amalgam, eine äußerst stabile Legierung aus Silber, Zinn, Kupfer und Quecksilber, ist das weltweit am häufigsten verwendete Zahnfüllungsmaterial für Seitenzähne. "Eine Vielzahl an wissenschaftlichen Studien und Langzeituntersuchungen hat bislang keinerlei Hinweise ergeben, dass diese Füllungen, trotz ihres Quecksilbergehaltes, gesundheitsschädlich sind", betonte Meyer.
Dennoch würden ganz besonders in Deutschland geradezu "militante Amalgamgegner" eine Stimmung und diffuse Ängste gegen Amalgam-Plomben schüren. "Ein Verbot von Amalgam, das haltbarer und sicherer ist als alle anderen plastischen Füllungsmaterialien, würde in vielen Ländern dazu führen, dass sich die Menschen keine Zahnfüllungen mehr leisten könnten." Auch das Argument, die Entsorgung von Amalgamfüllungen würde die Umwelt stark mit Quecksilber belasten, widerlegte der Greifswalder. "Die bei der FDI vorliegenden Daten gehen davon aus, dass die anteilige Umweltbelastung durch Dentalquecksilber auf der Erde nur ca. 0,1 bis 0,7 Prozent der Gesamtbelastung mit Quecksilber ausmacht. Dagegen liegt beispielsweise die Umweltbelastung durch Quecksilber, das in vielen Entwicklungsländern bei der Goldgewinnung eingesetzt wird, voraussichtlich in einem zweistelligen Prozentbereich. Folgerichtig müsste eher Gold als Amalgam verboten werden."

In seiner neuen Funktion als Mitglied des Wissenschaftskomitees der FDI will Professor Georg Meyer vor allem die wissenschaftsbasierte öffentliche Aufklärungsarbeit verstärken, sich bei einem Quecksilberverbot für eine Ausnahmeregelung der Amalgam-Anwendung aus medizinischen Gründen einsetzen und dabei gleichzeitig für einen umweltgerechten Umgang mit dem Metall in allen Ländern werben, z. B. durch den Einsatz von Amalgamabscheidern in zahnärztlichen Praxen. Eine diesbezügliche Resolution wurde von den rund 200 Delegierten aus aller Welt während der Tagung in Singapur einstimmig verabschiedet.

Prof. Dr. Dr. h.c. Georg Meyer, geboren am 30. November 1948 in Bad Bevensen (Niedersachsen), studierte Landwirtschaft und Zahnmedizin an der Universität Göttingen. Nach einem Forschungsaufenthalt in den USA wurde er 1988 Professor der Zahnmedizin in Göttingen und wechselte 1993 nach Greifswald. Von 2004 bis 2007 war er Präsident der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (http://www.dgzmk.de).

Die World Dental Federation (FDI) ist der internationale Fachverband der Zahnärzte. Die "Stimme der Zahnärzte" wurde 1900 als Fédération Dentaire Internationale in Paris gegründet. Sie ist einer der ältesten internationalen Berufsverbände der Welt. Die FDI hat zurzeit mehr als 150 nationale Mitgliedsverbände in mehr als 130 Ländern, die zusammen fast eine Million Zahnärzte vertreten (http://www.fdiworldental.org).

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ARNOLD-BIBER-PREIS: Zahnärztin unter Preisträgern

News vom 04. Oktober 2009

 

Verleihung des Arnold-Biber-Preises 2009
auf der DGKFO in Mainz

Der Arnold-Biber-Preis, benannt nach dem Unternehmensgründer der Dentaurum-Gruppe Arnold Biber, wurde von Hans-Peter Winkelstroeter ins Leben gerufen und 1954 zum ersten Mal verliehen. Seitdem stiftet das Dentalunternehmen den auf 5.000 Euro dotierten Preis zur Förderung von zahnmedizinischen Forschungsarbeiten in regelmäßigen Abständen. Die Auszeichnung mit dem Arnold-Biber-Preis erfolgt durch ein Kuratorium des Vorstandes der Deutschen Gesellschaft für Kieferorthopädie.

Auch in diesem Jahr wurde eine bisher unveröffentlichte wissenschaftliche Arbeit aus dem Gebiet der Kieferorthopädie honoriert. Zur Eröffnungsveranstaltung der Jahrestagung der DGKFO am 16. September 2009 in Mainz wurde die Arbeit "Rolle der Parodontalligamentzellen im Rahmen des gestörten Zahndurchbruchs bei Patienten mit Cleidocranialer Dysplasie" mit dem bedeutsamen Preis ausgezeichnet. Die Autoren PD Dr. Stefan Lossdörfer, Prof. Dr. Andreas Jäger, Bassel Abou Jamra, Dr. Birgit Rath-Deschner und Prof. Dr. Werner Götz (Poliklinik für Kieferorthopädie, Klinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Universität Bonn), Dr. Rami Abou Jamra (Institut für Humangenetik der Universität Bonn) sowie Prof. Dr. Bert Braumann (Poliklinik für Kieferorthopädie der Universität Köln) konnten den Preis für Ihre herausragende Arbeit entgegennehmen.

Die Urkunde und den Scheck überreichten den Preisträgern Prof. Dr. Bärbel Kahl-Nieke, Präsidentin der DGKFO, Axel Winkelstroeter, Geschäftsleitung der Dentaurum-Gruppe, und Wolfgang Schindler, Dentaurum Manager Marketing & Sales.

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