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News vom 10. Juni 2010
Zahnbehandlung und Mundhygiene in einem Land ohne Zahnbürsten
Die Flutkatastrophe 2008 hat Myanmar, das ehemalige Burma, den Fluss Irrawaddy und die gegen westliche Hilfe lange zögerliche Militärregierung weltweit bekannt gemacht. Zwei Studierende der Zahnmedizin an der Universität Witten/Herdecke sind schon damals aufgebrochen, um in dem armen Land zu helfen. Ende Juli 2010 machen sich wieder zwei Studierende auf in ein Land, in dem Zahnbürsten und eine adäquate zahnmedizinische Betreuung wenig verbreitet sind.
"Zahnpflege ist dort quasi unbekannt, dementsprechend sehen die Zähne der Menschen aus. Und Zahnärzte haben die meisten dort noch nie gesehen", beschreibt Mathias Benedix die Lage, die ihn dort erwartet. Von seinen Kommilitonen Constanze Sauer und Georg Kirchner hat er sich genau beschreiben lassen, was diese 2008 erlebt haben. Sie waren zusammen mit burmesischen Zahnärzten in entlegene Teile des Landes gereist. "Der stellvertretende Gesundheitsminister des Landes, Prof. Dr. Paing Soe, unterstützt das humanitäre Projekt der Myanmar Foundation und so können wir mit erfahrenen Zahnärzten und Gesichtschirurgen reisen. Dabei lernen wir sicher viel und können gleichzeitig mit Kindern die Mundhygiene einüben." Für Felix Käpernick ist die Reise an den Oberlauf des Irrawaddy ein Projekt, mit dem er seinen Beitrag zur Verbesserung der Gesundheitslage leisten möchte.
Die beiden Studenten erheben bei ihren Munduntersuchungen den Zustand der Zahngesundheit und die Essgewohnheiten von Kindern in ländlichen und städtischen Regionen Myanmars. "Später wollen wir daraus einen Plan entwickeln, wie eine zahnmedizinische Grundversorgung für das Land aussehen könnte", erklärt der Dekan der Fakultät für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Universität Witten/Herdecke, Prof. Dr. Stefan Zimmer.
Die Reise wird die beiden Studenten zunächst in die zweitgrößte Stadt des Landes, nach Mandalay bringen. Die Stadt liegt rund 1000 Kilometer nördlich der Hauptstadt Yangon. Dort untersuchen sie in einer großen Schule den Zustand von Mund und Zähnen der Kinder und erklären wie Zahnpflege funktioniert. Dann geht es in einer guten Stunde Bootsfahrt weiter in ein kleines Dorf namens Mingun. Die dritte Station wird Bagan, die historische Königsstadt, sein, die ungefähr auf der Mitte zwischen Mandalay und der Mündung des Irrawaddy liegt. "Wir planen vier Wochen für die Rundreise ein und hoffen möglichst vielen Menschen mit Zahnschmerzen helfen zu können. Zu oft müssen dort immer noch Zähne gezogen werden, weil Füllungen und Wurzelbehandlungen nicht mehr helfen", beschreibt Mathias Benedix die Ausgangslage. Und Felix Käpernick ergänzt: "Wir hoffen, dass wir mithelfen können, die Grundlage für eine geordnete zahnmedizinische Versorgung zu schaffen. Jeder, der schon mal Zahnschmerzen gehabt hat, kann sicher nachfühlen, wie hilflos man ist, wenn kein Zahnarzt weit und breit einen behandeln kann."
Um nicht mit leeren Händen in Myanmar zu landen, haben Felix und Mathias kräftig die Webetrommel gerührt und viel Unterstützung für Ihr Projekt gefunden. Einerseits spenden die meisten Dentalfirmen Materialien; für die Deckung der Kosten und der Beschaffung einer Mobilen Dentalen Behandlungseinheit haben die beiden gemeinsam mit der Organisation "Sen-Sibel" eine Charityveranstaltung in Aachen organisiert. Der Erlös fließt zu 100 % über die Myanmar Foundation direkt zum Projekt der Beiden.
www.uni-wh.de, www.sen-sibel.de, www.myanmar-foundation.de
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News vom 01. Juni 2010
APOTHEKE ADHOC UMFRAGE
Pharmaziestudenten wollen nicht in die Apotheke
Berlin - Die Apotheken müssen sich Sorgen um ihren Nachwuchs machen: Denn nicht einmal jeder zweite Pharmaziestudent will nach ´ seinem Abschluss in einer öffentlichen Apotheke arbeiten. Dies ist ein Ergebnis der Umfrage des Branchendienstes APOTHEKE ADHOC, an der 360 Pharmaziestudenten teilgenommen haben.
Lediglich 45 Prozent können sich vorstellen, nach Abschluss des Studiums täglich Patienten zu beraten. Vor allem die Versorgung auf dem Land scheint angesichts der Zukunftsplanungen der Studenten unter keinem guten Stern zu stehen: 68 Prozent der Pharmaziestudenten wollen nach Abschluss ihres Studiums in einer größeren Stadt arbeiten. In einer Kleinstadt tätig zu sein, könnten sich nur 37 Prozent der Studenten vorstellen, auf dem Land sogar nur 17 Prozent. Für jeden zweiten angehenden Apotheker ist die Arbeit auf dem Land oder in einer Kleinstadt aber gar keine Option.
Die Industrie ist eine interessante Option für viele Studenten: 59 Prozent der männlichen und 49 Prozent der weiblichen Studenten möchten später bei einem Pharmaunternehmen arbeiten. Auch Universitäten oder sonstige Forschungseinrichtungen sind als potenzielle Arbeitgeber attraktiv.
Weitere Umfrageergebnisse, Grafiken sowie den vollständigen Text finden Sie unter:
http://www.apotheke-adhoc.de/Nachrichten/Apothekenpraxis/10699.html
DEUTSCHER ÄRZTETAG: Ärztlichen Nachwuchs für die Allgemeinmedizin begeistern
News vom 16. Mai 2010
Anm. Dentista-Online-Redaktion.: Die zu hebende Bedeutung des Allgemeinmediziners wird in der Ärzteschaft seit einiger Zeit deutlich diskutiert, der bisherige Facharzt für Innere Medizin und Allgemeinmedizin soil wieder abgeschafft und durch den Facharzt für Allgemeinmedizin ersetzt werden.
Ärztlichen Nachwuchs für die Allgemeinmedizin begeistern
Das Interesse von Medizinstudierenden, nach dem Abschluss als Hausarzt zu arbeiten, muss bereits während des Studiums geweckt werden. Das forderten die Delegierten des 113. Deutschen Ärztetags. Angesichts der Tatsache, dass in den kommenden Jahren viele Hausärzte altersbedingt nicht mehr praktizieren werden und sich damit der Ärztemangel verschärfen könnte, sei es dringend geboten, den ärztlichen Nachwuchs schon früh für die Allgemeinmedizin zu begeistern.
Deshalb würden vor allem die medizinischen Fakultäten in der Pflicht stehen, durch die Einrichtung von Lehrstühlen für Allgemeinmedizin an allen medizinischen Hochschulen die Entscheidung von Studierenden positiv zu beeinflussen, sich im Fachgebiet Allgemeinmedizin weiterzubilden. Die Approbationsordnung eröffne verschiedene Möglichkeiten, erste Einblicke in die klinisch-praktische Tätigkeit eines Hausarztes zu vermitteln, Blockpraktika, Famulatur und Wahlterial im Praktischen Jahr stärker zu bewerben und diese auszubauen. "Das Kennenlernen der besonderen Versorgungssituation einer hausärztlichen Praxis und ambulanter Betreuungsstrategien dient nicht nur dazu, Studierende in ihrer späteren Berufswahl positiv für die Allgemeinmedizin einzustimmen, sondern fördert auch das Verständnis und somit die Kooperationsbereitschaft der verschiedenen Versorgungsebenen", heißt es in dem Ärztetagsbeschluss.
Die medizinischen Fakultäten werden außerdem aufgefordert, den akkreditierten Lehrpraxen eine angemessene Aufwandsentschädigung zu zahlen.
MEDIZINSTUDIUM: Viele Studenten kritisieren Qualität
News vom 27. April 2010
BILD: Nur gut die Hälfte aller Medizinstudenten bewertet die Attrativität des Arztberufes gut. © Uni Greifswald
Viele Studierende beklagen die mangelnde Qualität des Medizinstudiums. So sagen nur 25 Prozent, dass das Studium sie gut auf die ärztlichen Prüfungen vorbereitet hat. Knapp ein Drittel fühlt sich schlecht gewappnet für ärztliche Tätigkeiten. Das geht aus einer Umfrage hervor, die das Centrum für Hochschulentwicklung, der Georg Thieme Verlag und die Universität Tübingen im Vorfeld des Symposiums "Medizinstudium 2.0" gemacht haben. Mithilfe eines webbasierten Fragebogens wurden bundesweit 300 Studierende befragt. Erhoben wurde ihre Meinung zu Rahmenbedingungen, Studium und neuen Medien im Medizinstudium. Die Qualität des Medizinstudiums an deutschen Universitäten wurde mit Schulnoten bewertet.
Weiterführende Links:
Den ganzen Artikel lesen zurück zum SeitenanfangAUSLÄNDISCHE STUDENTEN: Ausnahme bei Zulassungsbeschränkungen
News vom 25. April 2010
Ausnahme bei Zulassungsbeschränkungen
Der Europäische Gerichtshof hat am 13. April 2010 in der Rechtssache C-73/08 entschieden, dass nationale Zulassungsbeschränkungen für ausländische Studierende im Bereich des Gesundheitswesens zwar grundsätzlich gegen EU-Recht verstoßen, in bestimmten Fällen aber zum Schutz der öffentlichen Gesundheit gerechtfertigt sein können. Die umstrittene Vorschrift sieht vor, dass die Zahl der ausländischen Studenten in bestimmten Gesundheitsstudiengängen auf 30 Prozent der Gesamtzahl der Studierenden beschränkt werden muss. In der Verhandlung argumentierte der belgische Staat damit, dass erfahrungsgemäß der Großteil der ausländischen Medizinstudenten nach Studienabschluss in das jeweilige Heimatland zurückkehre und damit eine Lücke bei der Versorgung der belgischen Bevölkerung entstehe. Betroffen sind neben der Medizin vor allem die Bachelor-Studiengänge im Bereich Tiermedizin, Logopädie, Heilgymnastik und die Hebammen-Ausbildung. Die höchsten EU-Richter sehen in der belgischen Regelung eine Ungleichbehandlung zwischen ansässigen und nichtansässigen Studierenden. Eine solche Ungleichbehandlung stellt eine mittelbare Diskriminierung aus Gründen der Staatsangehörigkeit dar, die in der EU verboten ist, sofern sie nicht objektiv gerechtfertigt ist. Als Rechtfertigung kommt nach Ansicht der Richter nur der Gesundheitsschutz in Frage.
(KLARTEXT BZÄK)
BZÄK: Kein Bachelor-Studium, sondern novellierte AppOZ
News vom 25. April 2010
Wegen seiner Idee, für eine gesicherte medizinische Versorgung auf dem Lande künftig Mediziner und Zahnmediziner im Hauruckverfahren auszubilden, hat der gesundheitspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Jens Spahn bereits viel Kritik erfahren. Sein Vorschlag sieht vor, junge Menschen nach dreijährigem Studium mit dem Abschluss als „Bachelor“ zur Lösung der Unterversorgung im ländlichen Raum einzusetzen. Die Diskussion um den Zugang zu den Studienplätzen in den medizinischen Fächern und die Gewähr für eine ausreichende Zahl an Absolventen ist somit um einen Beitrag erweitert worden. „Ein verkürztes Studium, ohne klinische Erfahrungen und bei dem enormen wissenschaftlichen Erkenntniszuwachs, ist eine groteske Vorstellung“, urteilt der Präsident der Bundeszahnärztekammer (BZÄK), Dr. Peter Engel.
Die Bundeszahnärztekammer begrüßt sämtliche Initiativen zur Verbesserung der gesamten Versorgungsproblematik und weist in diesem Zusammenhang auf die längst überfällige Novellierung der über 50 Jahre alten Approbationsordnung Zahnmedizin (AppOZ) hin. „Nur mit einer neuen und zeitgemäßen AppOZ kann man die immensen Herausforderungen, die durch den demographischen
Wandel und den wissenschaftlichen Fortschritt auf uns zukommen, begegnen“, so Engel.
Dass der eigentliche Schuh wie immer bei den finanziellen Möglichkeiten drückt, macht der Medizinische Fakultätentag (MFT) in seiner Pressemitteilung vom 14. April deutlich: „Seit zehn Jahren ist die Summe der Landesmittel für die ärztliche Grundausbildung in Deutschland faktisch eingefroren. Sämtliche Kostensteigerungen müssen durch Einsparungen und Leistungsverdichtungen aufgefangen werden“, klagt MFT-Präsident Prof. Dieter Bitter Suermann die zuständigen Länder an. Dies ist offensichtlich auch der Grund warum es mit dem seit langem seitens der Zahnärzteschaft vorgelegten Vorschlag einer neuen Approbationsordnung nicht voran gehe.
Noch ist das zahnmedizinische Versorgungsverhältnis auf einem hohen Niveau. Repräsentative Befragungsstudien zeigen aber, dass Zahnärzte im ländlichen Raum ihre zukünftige Praxissituation deutlich kritischer beurteilen. Offensichtlich fehlt es dort an zuverlässigen und langfristigen Rahmenbedingungen.
„Minister Rösler zeigt begrüßenswerter Weise mit seinen Initiativen die Probleme auf, die Lösung des Problems einer neuen Approbationsordnung ist jedoch Ländersache und droht schlicht am chronischen Geldmangel zu scheitern“, befürchtet BZÄK-Präsident Engel.“
(KLARTEXT der BZÄK)
FDP: Bund wird Medizin-Studienplätze fördern
News vom 25. April 2010
Nicht nur Numerus Clausus soll über Vergabe entscheiden
Bonn (ots) - Daniel Bahr (FDP), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium, kündigt eine Bundesförderung für Medizin-Studienplätze an. Am Rande des FDP-Bundesparteitags sagte Bahr im PHOENIX-Interview: "Wir wollen mehr Studienplätze für Medizin schaffen. Der Bund beteiligt sich daran, dass in einer besonderen Kraftanstrengung neue Studienplätze geschaffen werden und dass dafür auch nicht mehr nur der Numerus Clausus entscheidend ist." Ein guter Mediziner lasse sich nicht an der Abiturnote ausmachen, begründete Bahr die geforderte Abkehr vom Numerus Clausus. Bahr sagte weiter, die erforderlichen Mittel für diesen Bund-Länder-Pakt habe das Bundesbildungsministerium bereits zur Verfügung gestellt bekommen. "Das heißt, es ist schon entschieden in der Koalition. Diese Mittel sollen jetzt ganz speziell für Medizin-Studienplätze eingesetzt werden", so Bahr.
zurück zum SeitenanfangBAfÖG: Kabinett beschließt BAföG-Änderungsgesetz und Stipendienprogramm
News vom 21. April 2010
Schavan: "Wir machen Studienfinanzierung zukunftstauglich"
Die Bundesregierung baut die Studienfinanzierung deutlich aus. Das Kabinett hat am Mittwoch zwei für Studentinnen und Studenten zentrale Gesetzentwürfe beschlossen: Mit dem 23. BAföG-Änderungsgesetz (BAföGÄndG) und mit dem Gesetzentwurf für die Einführung eines nationalen Stipendienprogramms hat die Bundesregierung die finanziellen Hilfen und Anreize für junge Menschen, die ein Studium beginnen wollen, erweitert und nachhaltig gesichert. "Jeder junge Mensch soll sich darauf verlassen können, dass seine Entscheidung für eine gute Bildung nicht an finanziellen Hürden scheitert und dass sich besonderes Engagement in der Ausbildung lohnt und honoriert wird", sagte Bundesbildungsministerin Annette Schavan am Mittwoch in Berlin. "Ein bedarfsgerechtes BAföG und ein leistungsabhängiges Stipendium sind dabei die Kernelemente einer modernen Studienfinanzierung, die sich gegenseitig ergänzen."
Bei der Förderung der Studierenden setzt die Bundesregierung auf die drei Instrumente BAföG, Stipendien und bedarfsgerechte Bildungsdarlehensangebote mit kalkulierbaren und tragbaren Rückzahlungsbedingungen. So werden attraktive, vor allem aber nachhaltig verlässliche Lösungen für die Ausbildungsfinanzierung gesichert. Der Gesetzentwurf zum BAföG knüpft an die bereits erreichte Steigerung der Zahl der Studienanfänger in Deutschland an und soll den Kreis der Förderberechtigten nochmals erweitern. Dazu sollen zum Beginn des kommenden Wintersemesters die Einkommensfreibeträge im BAföG um 3 Prozent und die Bedarfssätze um 2 Prozent angehoben werden. Der Förderungshöchstsatz steigt damit auf 670 Euro monatlich.
Außerdem wird das BAföG mit strukturellen Verbesserungen weiter entwickelt. "Wir machen das BAföG zukunftstauglicher und entbürokratisieren es" betonte Schavan. So soll der Mietzuschlag für auswärtig Wohnende komplett pauschaliert werden, der Leistungsnachweis soll statt durch individuelle Professorenbescheinigung schlicht durch den Nachweis des erreichten individuellen Kontostands nach dem Europäischen System zur Anrechnung von Studienleistungen (ECTS) erbracht werden. Um Ausbildungs- und Familienplanung besser vereinbaren zu können, wird die BAföG-Altersgrenze flexibler: Für Bachelor-Absolventen, die nach ihrem Abschluss erst mal Erfahrungen im Berufsleben sammeln und erst später ein Masterstudium beginnen möchten, wird eine zweite Altersgrenze von 35 Jahren eingeführt. Schließlich werden im BAföG künftig alle in einer ehelichen Lebensgemeinschaft oder in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft Lebenden gleich behandelt.
"In einer modernen Gesellschaft mit immer mehr Arbeitsplätzen, die eine wissenschaftliche Ausbildung erfordern, ist es wichtig, allen jungen Menschen unabhängig vom Einkommen der Eltern den Zugang zu den Hochschulen zu eröffnen", sagte Schavan. "Genauso wichtig ist es aber auch, die besonders Begabten zu fördern. Wir starten deshalb jetzt eine ganz neue Förderung, von der unser Land auf lange Sicht profitieren wird." Das Angebot an Stipendien wird durch das nationale Stipendienprogramm stark vergrößert. Die Bundesregierung legt diesen Gesetzentwurf vor, um besonders begabte Studierende aufgrund ihrer Leistungen in Schule, Studium oder Beruf zu unterstützen.
Grundgedanke des nationalen Stipendienprogramms ist, dass Stipendienmittel, die die Hochschulen dezentral bei Wirtschaft und Privaten einwerben, durch einen öffentlichen Zuschuss in gleicher Höhe aufgestockt werden. Insgesamt bekommt dann jede Stipendiatin und jeder Stipendiat 300 Euro im Monat. Der öffentliche Finanzierungsanteil soll zu gleichen Teilen von Bund und Ländern erbracht werden.
Bei der Auswahl können und Bewerber auch mit ihrem gesellschaftlichen Engagement punkten sowie mit der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Zudem werden besondere Umstände berücksichtigt, die sich aus der familiären Herkunft oder einem Migrationshintergrund ergeben können. Bis zu einem Betrag von 300 Euro wird es generell keine BAföG-Kürzung bei gleichzeitigem Bezug eines Stipendiums geben.
Informationen zu den Stipendien finden Sie unter http://www.bmbf.de/de/14295.php, weitere Informationen zum BAföG unter http://www.bmbf.de/de/892.php.
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