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News vom 24. Januar 2012
Hochschulmedizin kritisiert Vorschlag der EU-Kommission
Die Deutsche Hochschulmedizin wendet sich mit aller Deutlichkeit gegen die von der EU-Kommission vorgeschlagene Erschwerung des Medizinstudiums. Bei gleicher Pflichtstundenzahl soll das Medizinstudium von sechs auf fünf Jahre verkürzt werden.
Gegenstand der Initiative aus Brüssel ist die Verkürzung der europaweit geltenden Mindestdauer des Medizinstudiums bei unveränderter Unterrichtszeit von mindestens 5.500 Stunden. Es ist zu befürchten, dass fünf statt sechs Jahre als Regelstudienzeit etabliert werden. Allerdings ist diese Verdichtung des Studiums weder umsetzbar noch wünschenswert.
Studierende und Dozenten würden noch mehr belastet
"Von den 5.500 Mindeststunden, die an einer Universität oder unter Aufsicht einer Universität geleistet werden, entfallen 1.920 Ausbildungsstunden auf das Praktische Jahr", erläutert Professor Dieter Bitter-Suermann, Präsident des Medizinischen Fakultätentages. "Wenn Brüssel nun ein Studienjahr streichen will, müssten die weiteren 3.580 Stunden künftig in vier Jahren bewältigt werden. Der wöchentliche Lern- und Lehraufwand würde um 25 Prozent zunehmen." Da für jede Semesterwochenstunde eine Vor- und Nachbereitungszeit von zwei Stunden hinzu kommt und Prüfungszeiten von den Ländern immer noch nicht als Unterricht anerkannt werden, käme es insgesamt zu einer enormen Belastung für Studierende und Dozenten. "Der Stress im Studium würde zunehmen und die Zeiten für Prüfungsvorbereitungen und Wiederholungen würden abnehmen. In der Folge käme es zu mehr Studienabbrüchen", warnt Bitter-Suermann besorgt.
Qualitätsverlust in Ausbildung und Gesundheitsversorgung
Zudem würde die Ausbildung praktischer Fähigkeiten gekürzt werden müssen, da keine Spielräume für die Pflegepraktika und Famulaturen blieben. Diese Ausbildungsabschnitte dürfen bei der Stundenberechnung nach der Ärztlichen Approbationsordnung ebenfalls nicht mitgerechnet werden. Doch auch die wissenschaftliche Ausbildung auf dem Stand der Forschung würde leiden und auf ein akademisches Selbststudium müssten die meisten Studierenden ganz verzichten. "Wer im Studium nicht eigenständig wissenschaftliche Methoden und Ansätze lernt, kann im späteren Berufsleben auch nicht selbstständig den schnellen medizinischen Fortschritt bewerten", gibt Rüdiger Strehl, Generalsekretär des Verbands der Universitätsklinika, zu bedenken. "Mit der vorgeschlagenen Verdichtung des Medizinstudiums würde langfristig die Versorgungsqualität abnehmen", mahnt Strehl.
Die Deutsche Hochschulmedizin plädiert für die Fortführung des Medizinstudiums mit einer Dauer von sechs Jahren bei einer Unterrichtszeit von wie bisher 5.500 Stunden. Ihre Stellungnahme ist im Netz abrufbar:
http://www.mft-online.de/files/stellungnahme_zur_eu-richtlinie.pdf
www.mft-online.de
Der Verband "Deutsche Hochschulmedizin e. V." vertritt die Medizinischen Fakultäten und Universitätsklinika Deutschlands.
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Antwort des Mediziniscen Fakultätentages auf unsere Anfrage, ob die ZMK ebenfalls betroffen ist:
Sehr geehrte Frau Dohlus,
ich darf Ihnen im Auftrag von Herrn Generalsekretär Dr. Hildebrandt gerne antworten. Von der EU-geplanten Kürzung der Studiendauer ist die Zahnmedizin nicht betroffen.
Die Mindestdauer von fünf Jahren theoretischem und praktischem Vollzeitunterricht soll nicht geändert werden.
Lediglich eine Möglichkeit, die Dauer auch in sogenannten ECTS-Punkten auszudrücken, wurde aufgenommen.
ECTS-Punkte (European Credit Transfer System) erfassen den erfolgreich erbrachten Arbeits-/Lernaufwand (work load) von Studierenden.
Analog zu den geplanten Änderungen in der Humanmedizin sollen der EU-Kommission aber durch unbefristete, delegierte Rechtsakte auch weitergehende Änderungen/Ausgestaltung von inhaltlichen Anforderungen und Definition von angemessenen Kenntnissen erlaubt werden. Bisher konnten in der Zahnmedizin nur unter eingeschränkten Bedingungen die sog. Fächerverzeichnisse zur Anpassung an den wissenschaftlich-technischen Fortschritt angepasst werden.
Ich lege Ihnen die derzeit gültige und die Entwurfsfassung der EU-Richtlinie zum dort einschlägigen Art. 34 bei. Für Rückfragen stehen wir Ihnen natürlich jederzeit gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen,
Christian Epp
Weiterführende Downloads:
Änderungsvorschlag Artikel 34 zurück zum SeitenanfangQUALITÄT STATT QUANTITÄT: Deutsche Hochschulmedizin bildet ausreichend Mediziner aus
News vom 16. Juli 2011
In Deutschland werden ausreichend Ärztinnen und Ärzte für eine flächendeckende Versorgung ausgebildet. Dies belegen Daten des Statistischen Bundesamtes und der OECD (Organisation for EconomicCooperation and Development). 95 Prozent der Studierenden schließen ihr Studium erfolgreich ab. Darauf hat Dr. Volker Hildebrandt, Generalsekretär des Medizinischen Fakultätentages (MFT), im Rahmen einer Pressekonferenz am 14. Juli 2011 beim Innovationskongress der deutschen Hochschulmedizin in Berlin hingewiesen.
"Entscheidend ist, dass die hohe Qualität der Ausbildung erhalten bleibt und weiter verbessert werden kann", sagte Hildebrandt. Eine Aufstockung der Studienplätze würde dies gefährden. Die aktuelle Erfolgsquote der Absolventen von 95 Prozent für die Fächergruppe "Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften" zeige, dass auch künftig eine ärztliche Versorgung auf hohem Niveau sichergestellt werden könne.
Landärzte brauchen für ihre Berufsausübung jedoch mehr Anreize und bessere Arbeitsbedingungen. "Durch eine Erhöhung der Studienplatzzahl oder die Gründung weiterer Fakultäten lassen sich Verteilungsprobleme innerhalb der Ärzteschaft nicht beseitigen", sagte Dr. Volker Hildebrandt. Viel wichtiger sei es, dem Nachwuchs strukturierte fachärztliche Weiterbildungen anzubieten sowie Ärztinnen und Ärzte von bürokratischen Aufgaben zu entlasten, damit sie mehr Zeit für die Versorgung ihrer Patienten haben.
Verlässliche Daten für politische Entscheidungen
Sowohl in der Anzahl der Medizin-Absolventen als auch in der Anzahl der praktizierenden Ärztinnen und Ärzte steht Deutschland international mit an der Spitze. Um politische Entscheidungen auf verlässlicher Grundlage treffen und damit erfolgreiche und bedarfsgerechte Strukturen zu schaffen, müsse Schluss sein mit irreführenden Daten. "Insbesondere die vorhandenen Primärdaten zum Medizinstudium sollten mehr beachtet werden. Ferner müssen wichtige Kenngrößen für die Arztzahlentwicklung endlich bundesweit einheitlich erhoben werden. Hierzu zählt die Erfassung der ärztlichen Approbationen", so Dr. Hildebrandt. Dazu brauche Deutschland außerdem unabhängige Einrichtungen zum Monitoring der Fachkräfteentwicklung, zur Bedarfsplanung und sachgerechten Ressourcenallokation.
Quelle: PM MFT Medizinischer Fakultätentag der Bundesrepublik Deutschland e. V.
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News vom 01. Juli 2011
In einem Beitrag der Berliner Morgenpost zur TK-Studie (Gesundheitszustand der Studenten) sagte der Kassenchef, Prof. Dr. Norbert Klusen: "Wer es schafft, Beziehungen jenseits von Facebook zu pflegen, eine Familie zu gründen und seine Doktorarbeit selbst zu schreiben, hat unseren größten Respekt verdient." Von Studenten werde inzwischen sehr viel verlangt, zitierte die Zeitung Prof. Klusen, sie sollten ihr Studium schnell beenden und zugleich viel Erfahrung in der Praxis machen.
zurück zum SeitenanfangSTATISTIK: 95% der Medizinstudenten schließen ihr Studium erfolgreich ab
News vom 16. Juni 2011
Bis zum Prüfungsjahr 2009 haben fast 95% der Medizinstudenten und -studentinnen mit Studienbeginn 2000 ihr Studium erfolgreich abgeschlossen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, schlossen auch in den Fächergruppen Veterinärmedizin mit einer Erfolgsquote von 89%, Kunst/Kunstwissenschaften mit 87% und Sport mit 82% sehr viele Studierende ihr Studium erfolgreich ab. Diesen Fächergruppen ist gemein, dass es sich um Studiengänge mit starken Zulassungsbeschränkungen handelt, wie einem Numerus Clausus oder einer Begabtenprüfung.
In der Fächergruppe Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften lag die Erfolgsquote bei 80%, in den Agrar-, Forst- und Ernährungswissenschaften waren es 77%. Rund 73% der Studierenden schlossen ihr Studium erfolgreich in den Ingenieurwissenschaften ab. Die niedrigsten Erfolgsquoten wurden in den Fächergruppen Sprach- und Kulturwissenschaften mit 69% und Mathematik/Naturwissenschaften mit 66% erreicht. Zum Prüfungsjahr 2009 hatten fast 76% aller Studierenden eines Erststudiums mit Studienbeginn 2000 ihr Studium erfolgreich abgeschlossen. Knapp ein Viertel (24%) hatten das Studium noch nicht oder ohne Abschluss beendet.
Erfolg ist in diesem Zusammenhang als der Erwerb eines ersten Hochschulabschlusses in Deutschland definiert. Unberücksichtigt bleibt, wie viel Zeit für den erfolgreichen Abschluss benötigt wurde, mit welcher Note das Studium beendet wurde und wie gut der Abschluss für den Einstieg in den Arbeitsmarkt beziehungsweise die Selbstständigkeit qualifiziert.
Diese und andere statistische Kennzahlen zu den Themen Studienanfänger, Absolventen, Personalstruktur, überregionale Attraktivität und finanzielle Ausstattung der Hochschulen werden in der Broschüre "Hochschulen auf einen Blick" zusammengefasst und anschaulich beschrieben. In der Veröffentlichung "Erfolgsquoten 2009" sind weitere Ergebnisse der Erfolgsquoten dargestellt. Beide Publikationen stehen im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes unter www.destatis.de/publikationen kostenlos zur Verfügung.
zurück zum SeitenanfangENTWICKLUNG: Musterweiterbildung wird offenbar "frauen-freundlicher"
News vom 18. Mai 2011
Bild: Dr. Giesbert Schulz-Freywaldt, Vizepräsident der Landeszahnärztekammer Hessen
Einen für weiterbildungsinteressierte Zahnärztinnen interessanten Punkt übermittelte Dr. Giesbert Schulz-Freywaldt, Vizepräsident der Landeszahnärztekammer Hessen, im Grußwort zur Eröffnung der Zahnärztinnenkonferenz: „Die bevorstehende neue Weiterbildungsordnung nimmt bereits Rücksicht auf den wachsenden Anteil an Zahnärztinnen: Anerkannt wird jetzt auch Weiterbildung in Halbtags-Zeit.“ Er empfahl den Kongress-Teilnehmerinnen, die geplante Musterweiterbildungsordnung mit Blick auf die Belange der Zahnärztinnen einmal selbst zu prüfen.
zurück zum SeitenanfangFACEBOOK: Wir sind frisch gestartet
News vom 11. Mai 2011
Der Dentista Club hat jetzt auch einen Bereich bei Facebook - geben Sie uns doch ein "Gefällt"-Signal, wenn Sie öfter etwas von uns lesen wollen. Derzeit sind wir noch eine kleine Start-Gruppe - aber demnächst geht es los mit Tipps & Co.
Übrigens: Wenn Sie Zahnärztin sind (oder Zahnmedizin-Studentin): Wir haben für uns intern jetzt auch eine geschlossene Gruppe! Administrator ist Birgit Dohlus. Einfach melden...
zurück zum SeitenanfangDR.MED.DENT: Längerer Artikel in der WELT über Promotion in Deutschland
News vom 24. April 2011
Beitrag: MACHT EIN DOKTOR-TITEL REICH?
Ausschnitt:
Auch verzichten Humanmediziner mittlerweile schon mal auf den Dr.-Titel. Anders als die Zahnmediziner: Sie legen noch viel Wert auf den Dr. med. dent. auf ihrem Praxisschild - obwohl die Promotion für eine Niederlassung nicht notwendig ist. "Die Promotionszahlen sind in der Zahnmedizin über die letzten zehn Jahre relativ konstant", sagt Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer.
Weiterführende Links:
Hier können Sie den ganzen Beitrag lesen zurück zum SeitenanfangWAHLEN: Bundesverband der zahnmedizinischen Alumni in Deutschland (BdZA) wählt neuen Verbandsvorstand
News vom 04. April 2011
BILD: Der neue BdZA-Vorstand: Jan-Philipp Schmidt, 1. Vorsitzender, Dr. Christine Bellmann, Kassenwart, David Rieforth, Schriftführer und Ingmar Dobberstein, Stellvertretender Vorsitzender (v.l.n.r.).
Im Rahmen der 34. Internationalen Dental-Schau in Köln hat sich am Samstag, den 26. März 2011 die neue Verbandsspitze des BdZA konstituiert. Einstimmig wurde Frau Dr. Christine Bellmann als Kassenwart gewählt – Frau Bellmann übernimmt außerdem das Ressort Fort- und Weiterbildung und koordiniert die Zusammenarbeit mit den wissenschaftlichen Fachgesellschaften.
Ebenfalls neu in den Vorstand berufen wurde der ehemalige BdZM-Vorsitzende David Rieforth, der als Schriftführer für die Vernetzung der Absolventen mit ihren Universitäten und die Mitgliederbetreuung verantwortlich zeichnet.
In ihren Ämtern bestätigt wurden die Gründungsvorstände Ingmar Dobberstein und Jan-Philipp Schmidt als Vorsitzende des Bundesverbandes.
Frau Juliane Gnoth wird den Verband weiterhin auf internationaler Ebene vertreten und den BdZA bei den Young Dentists Worldwide und der FDI repräsentieren.
In dieser neuen Zusammensetzung will der BdZA sein dynamisches Wachstum fortsetzen und die Vernetzung der Generationen und der Alumni mit ihren Universitäten weiter ausbauen. „Ich freue mich sehr, dass wir mit Frau Dr. Bellmann eine weitere engagierte Kollegin für die Vorstandsarbeit gewinnen konnten – nach wie vor sind die Zahnärztinnen im Bereich der Standespolitik unterrepräsentiert und Frau Dr. Bellmann und Frau Gnoth geben sicherlich vielen jungen Kolleginnen ein Vorbild fü;r entsprechendes Engagement im Berufsstand.“, so Jan-Philipp Schmidt im Rahmen der Mitgliederversammlung.
Der Bundesverband der Zahnmedizinstudenten in Deutschland (BdZM) und der Bundesverband der zahnmedizinischen Alumni in Deutschland (BdZA) konnten die junge Zahnmedizin in Deutschland erneut erfolgreich am Messestand der Bundeszahnärztekammer den Besuchern der 34. Internationalen Dental-Schau vorstellen und viele spannende Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen führen.
Zweck des BdZA ist die Förderung von Absolventen (Alumni) des Zahnmedizinstudiums in ihrer Berufsfindung und -ausübung, sowie ihrem sozialen Engagement. Der BdZA soll unterstüzend auf die Vernetzung der Zahnärztinnen und Zahnärzte auf nationaler und internationaler Ebene, untereinander und mit ihren Universitäten, wirken. Die Arbeit des BdZA soll bereits bei den Studierenden der Zahnheilkunde ansetzen und ihre Identifikation mit dem Beruf und der Alma Mater fördern.
Die zentralen Aufgaben des Verbandes sind:
die Bildung von Alumni Netzwerken im Internet, auf Messen und Kongressen
intensive Einbindung studentischer und universitärer Strukturen in den Verein
Erarbeitung und Vermittlung von Inhalten, welche die Berufsfindung fördern
Publikation von Medien, die sowohl regional als auch überregional veröffentlicht werden
Förderung der sozialen und gesellschaftspolitischen Belange junger Zahnmediziner
Organisation von Veranstaltungen für junge Zahnmediziner und ehemalige Studienjahre
Verleihung verschiedener Preise für Lehre und Nachwuchswissenschaftler
