Dentista Club

NEUER DENTISTA-RATGEBER: „Verträge – mit Hirn und Herz“

News vom 17. November 2011

 

„Wo gemeinsam gearbeitet wird, gibt es Verträge. Oder vielleicht besser: sollte es Verträge geben. Am besten gute ...“, sagt Dr. Susanne Fath, Präsidentin des Dentista Club, der zum Deutschen Zahnärztetag eine neue Praxis-Ratgeber-Broschüre vorgestellt hat. „Wo gemeinsam gearbeitet wird, gibt es immer auch Emotionen - in guten, aber eben auch in schlechten Zeiten, wenn es zum Streit kommt.“ Verträge könne man ganz pragmatisch sehen – immer aber hätten sie auch eine Komponente, die Gefühle berühre und oft weit in den persönlichen Bereich hineinrage. Insbesondere, wenn es einem wichtig sei, fair gegenüber anderen und sich selbst gleichermaßen zu sein, sei es wichtig, dass Verträge und Vereinbarungen mit einem guten Gefühl unterzeichnet würden.
Der neue Praxis-Ratgeber, der in enger Zusammenarbeit mit den Dentista-Beirätinnen RA Dr. Maike Erbsen, Stb. Edith Maier-Afheldt und Stb. Ulrike Maier-Afheldt (alle: Stuttgart) entstanden ist, zeigt exemplarisch an einigen typischen Beispielen, was man wissen muss, und auch, worauf man achten sollte, um sich mit einem Vertrag gut zu fühlen. Im Blickpunkt stehen insbesondere zahnärztliche Kooperationen und Arbeits-Verträge. Die Empfehlungen und Anregungen basieren sowohl auf der langjährigen Erfahrung der Fachautorinnen aus dem Bereich Medizinrecht und Steuerfragen als auch auf vielen Anfragen, die Zahnärztinnen in Assistenz, Angestelltentätigkeit und Niederlassung an den Dentista Club gerichtet hatten: Berichte über zahlreiche schief gelaufene Geschichten aus dem Praxisleben, einige davon sind in dem neuen Ratgeber exemplarisch aufgegriffen.
Die Erfahrung des Autorenteams und der Herausgeber: Nur wenn Verträge individuell ausgerichtet sind und Lebenspläne, Lebensphasen, persönliches Naturell und bei aller Festlegung auf Vorgehensweisen auch genügend Flexibilität bieten, sind sie eine gute Basis, um mit Hirn und Herz den eigenen Praxisalltag zu untermauern.
Bestell-Tipp:
Der neue Ratgeber (A5, 32 Seiten, anzeigenfrei) geht Mitgliedern des Dentista Clubs vor Weihnachten kostenfrei zu, Nicht-Mitglieder können ihn bestellen zum Selbstkostenpreis von 8,50 (zzgl. Versandporto) über info@dentista-club.de bzw. per Fax unter 030 – 3082 4683

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IMMER MEHR KINDER MIT GETRENNTEN ELTERN: Dentista Club stellt Rechts-Tipp zur Verfügung

News vom 25. Oktober 2011

 

Bild: RA Dr. Heike Müller, Kanzlei Wende Erbsen Partner / Stuttgart

„Eltern jedes dritten Neugeborenen sind nicht verheiratet“ – das besagt eine aktuelle Meldung des Statistischen Bundesamtes. Das hat Auswirkungen auf die zahnärztliche Behandlung Minderjähriger. Insbesondere für die Praxen in den neuen Bundesländern (Anteil außereheliche Geburten: 61 %), aber auch für die Praxen in den alten Bundesländern (Anteil: 27 %) stellen sich Fragen zum korrekten Vorgehen, wenn Kinder getrennt lebender Eltern einer Behandlung bedürfen. Das richtige Vorgehen, wenn die Eltern einvernehmlich miteinander umgehen, ist vielen Praxen sicher bekannt – schwieriger wird es, wenn es dieses Einvernehmen nicht gibt. Der Dentista Club bat daher RA Dr. Heike Müller/Stuttgart (Dentista Beirat Rechtsfragen) um klärende Hinweise zum Thema elterliches Sorgerecht und zahnmedizinische Behandlung Minderjähriger. Wer darf im Fall getrennt lebender Eltern entscheiden, ob und wie das Kind behandelt wird? Und wer ist Zahlungspflichtiger, wenn die Eltern nicht einvernehmlich getrennt leben?

„Zu unterscheiden ist zunächst zwischen der Einwilligung in die Behandlung und dem Abschluss des zahnärztlichen Behandlungsvertrages“, sagt RA Dr. Müller. Bei der „Einwilligung in die Behandlung“ haben Kinder mehr Rechte als allgemein angenommen. Sie dürfen – bei entsprechender geistiger und sittlicher Reife – selbst einwilligen, und das elterliche Sorgerecht tritt dahinter zurück. Die Rechte gehen sogar so weit, dass derartig „reife“ minderjährige Kinder ein Vetorecht haben gegenüber den Plänen der Eltern und auch denen der Zahnärzte und Fachzahnärzte.
Wenn minderjährige Kinder noch nicht einwilligen können, kommt dem Bereich „Sorgerecht“ eine große Bedeutung zu. Bei gemeinsamem elterlichen Sorgerecht wird, so RA Dr. Müller, nach einem Drei-Stufen-Schema entschieden zwischen Routineneingriffen (hier reicht Einverständnis eines Elternteils), riskanten Eingriffen (der erschienene Elternteil muss vom anderen ermächtigt sein) und gravierenden Eingriffen (Einwilligung beider Eltern notwendig). Ausnahme: Notfall: „Dann ist die Einwilligung des anwesenden Elternteils ausreichend.“
Wichtig bei der Behandlung von Minderjährigen getrennt lebender und nicht einvernehmlich handelnder Eltern ist die Frage, wer über die Behandlung entscheiden darf – für die Praxen aber auch, wer sie letztlich bezahlt. RA Dr. Müller: „Derjenige, der in der Praxis erscheint und den Behandlungsvertrag unterzeichnet, ist im Zweifel auch zahlungspflichtig aus dem Behandlungsvertrag.“ Das kann in entsprechenden Fällen auch die Oma sein, die das Kind in die Praxis begleitet.

Eine ausführliche Information mit Empfehlungen zu Formulierungen für den Behandlungsvertrag kann kostenlos heruntergeladen werden unter
www.dentista-club.de > Expertentipps.

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DENTISTA CLUB BEGRÜSST MEMORANDUM: Bundeszahnärztekammer positioniert sich zu Familie & Beruf

News vom 30. Juni 2011

 

Im Rahmen der Vorstandssitzung vom 29. Juni 2011 hat sich die Bundeszahnärztekammer in Form eines Memorandums zu Themen rund um Familie und Beruf positioniert: Auch wenn die Überlegungen sich weitgehend auf Zahnärztinnen ausrichten, betrifft die Blickrichtung „work-life-balance“ nicht nur berufstätige Mütter, sondern auch berufstätige Väter in der Zahnarztpraxis sowie Kolleginnen und Kollegen, die aus anderen Gründen als Elternschaft ihre Praxistätigkeit ihrer individuellen Lebensgestaltung anpassen wollen oder müssen.

Der Dentista Club begrüßt die Diskussion in der Bundeszahnärztekammer und das dezidierte Bekenntnis der obersten Standesvertretung, für die Zahnärztinnen und die jungen Kollegen zukunftsfeste Strukturen zu gestalten zu wollen. Dabei kommt der im Memorandem zitierte Hinweis, dass „durch den allgemeinen Generationenwandel auch innerhalb der Zahnärzteschaft geschlechterübergreifend neue Erwartungen an die Vereinbarkeit von Familie und Berufsausübung gestellt werden“, den Intentionen des Dentista Club deutlich entgegen: Bereits von Start an hat die geschlechterübergreifende Philosophie in den Zielen des Zahnärztinnenverbandes, der sich als Organisation von Zahnärztinnen für den Berufsstand insgesamt versteht, eine feste Rolle gespielt.

Mitgeliefert hat die Bundeszahnärztekammer eine Art „Aufgabenkatalog“, der sich dem Berufsstand und hier im Fokus dem BZÄK-Ausschuss für die Belange der Zahnärztinnen stellt. Gewünscht ist dabei ein weiterer „Dialog mit allen auf diesem Feld aktiven Akteuren“: In diesen Dialog aktiv einzusteigen, bietet der Dentista Club den zuständigen Gremien der Bundeszahnärztekammer an und steht – wie bereits seit Club-Gründung – für eine konstruktive Zusammenarbeit auf gemeinsamen Feldern gern zur Verfügung.

Weiterführende Downloads:

Hier finden Sie das Memorandum
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3. ZAHNÄRZTINNENKONGRESS: Praxisnahe Fortbildung – muntere Gespräche

News vom 17. Mai 2011

 

Presseinformation des Dentista Club vom 17. Mai 2011 – in Abstimmung mit den Veranstaltern des 3. Zahnärztinnenkongresses -
BILD: Zogen eine motivierende Bilanz: Dr. Brita Petersen, Vorsitzende des BZÄK-Ausschusses Zahnärztinnen (links), und PD Dr. Dr. Christiane Gleissner, Präsidentin der DGGZ und Vizepräsidentin des Dentista Clubs (rechts)

Angesprochen waren diesmal explizit die jungen Kolleginnen, wie „Gastgeberin“ Dr. Brita Petersen, Vorsitzende des BZÄK-Ausschusses für die Belange der Zahnärztinnen, im Einladungsflyer betont hatte. Gekommen waren dann zum 3. Zahnärztinnenkongress am 13. und 14. Mai in Frankfurt schließlich Zahnärztinnen aller Praxisjahre. Sie taten gut daran, denn das Programm, das das Organisationsteam der Hessischen Landeszahnärztekammer rund um Dr. Cornelia Panthen zusammengestellt hatte, übermittelte viel Interessantes und Nützliches aus Wissenschaft, Praxis und Management.
„Infos und Anregungen vermitteln ist eines der Ziele des Zahnärztinnen-Ausschusses“, sagte Dr. Petersen in ihren Eröffnungsgrußworten. Sie betonte die Bedeutung der Kolleginnen für die Zukunft des Berufsstandes. Es gehe nicht an, dass hochqualifizierte Zahnärztinnen aus familientechnischen Gründen nicht im Berufsstand bleiben, sich zu selten in der Standespolitik engagierten oder halbtags arbeiteten: „Wir brauchen eine lebensphasengerechte Berufsgestaltung!“ Dieser in die Diskussion gegebene Begriff stieß auf große Zustimmung und wurde in den Pausengesprächen vielfach zitiert. Aufgegriffen wurde er auch von Petra Knödler/apoBank, die als eine der Referenten aus dem Sponsorenkreis die Notwendigkeit flexibler Finanzierungsmodelle für Zahnärztinnen an Alltagsbeispielen untermauerte.

Fachprogramm mit Hirn und Herz

Regelrecht mitreißend war der Beitrag von Prof. Dr. Stefan Kopp/Frankfurt zum Thema Okklusion und Wirbelsäule. Verbunden mit einem kaum zu fassenden Überblick über schier hunderte von verschiedenen kleineren und größeren Muskeln wurde eindrucksvoll deutlich, dass selbst Schuheinlagen mit der Kieferposition in Verbindung stehen – und andere Körperregionen: „Bei manchen Patienten sollte man sich auch fragen: Muss ich erst ein Problem an der Hüfte lösen, ehe ich mich um die Zähne kümmern kann?“ Warum mehr als bisher ganzheitlich gedacht werden muss, brachte er auf einen klaren Punkt: „Man muss ja nicht pausenlos seinem Rezidiv hinterherlaufen...“. Hochanspruchsvoll war auch der Vortrag von Oralchirurgin OÄ Dr. Doris Seiz/Frankfurt, der anschließend enormen Beifall und hohes Lob erhielt: Sie berichtete über die wachsende Bedeutung der wiederholten Anamnese in der Zahnarztpraxis und schilderte eine enorme Anzahl an Wirkungen, Nebenwirkungen und Auswirkungen von Medikamenten und Erkrankungen auf das orofaziale System: „Ganzheitliches Betrachten des Patienten ist notwendig – es kann schließlich auch zu Implantatverlust kommen, weil der Patient eine Niereninsuffizienz hat!“ Grund sei die damit einhergehende Auslösung von Calcium aus den Knochen. Ihre Warnung: „Viele Patienten bekommen Sedativa und wissen das gar nicht.“ Spannend wurde es auch im Beitrag von Dr. Bettina Dannewitz, die über „aggressive Parodontitis“ berichtete und vielfältige Unterschiede im Vergleich zur chronischen Parodontitis auflistete – mit Konsequenz auf das Vorgehen. Hier spielten auch biologische Geschlechterunterschiede mit hinein. Ihre Warnung: „Aggressive Parodontitis ist keine Blickdiagnose!“ Die Erkrankung werde oft zu spät erkannt.

Praxismanagement: Sitzen, Reden, Rechnen

Praktisch wurde es bei Physiotherapeut Wolfgang Stelzenmüller/Neu-Isenburg und Zahnärztin Dr. Annekathrin Behrend/Gießen. Während es im physiotherapeutischen Beitrag unter anderem um den „Damensitz auf dem Stuhl ohne abgeklemmte Nerven“ ging sowie die richtige Sitzhöhe („die meisten Zahnärztinnen und Zahnärzte sitzen zu hoch“) und kleine Ausgleichsübungen zwischendurch, machte Dr. Behrendt Kommunikation „fühlbar“. Sie nahm das Auditorium mit in die gefühlte Welt rund um das Zuhören und die verschiedenen Ebenen des Reagierens auf eine gegebene Situation: „Es ist friedensstiftend, wenn Sie die Mechanismen des lsquo;aktiven Zuhörens’ in der Kommunikation mit den Patienten nutzen“, sagte sie und demonstrierte anhand praktischer Alltagssituationen, wie beide Seiten weitgehend unverletzt aus einer kritischen Situation herauskommen können. Welche nachhaltigen Veränderungen die steigenden Zahlen an Zahnärztinnen für den Berufsstand mit sich bringen, wurde beim Beitrag von Stephen Allroggen/Vorstandsvorsitzender der KZV Hessen spürbar: Nicht nur in Hessen steige die Anzahl der Angestellten unter den Zahnärztinnen prozentual erheblich schneller als die Zahl der Niedergelassenen. Er schilderte heute mögliche Niederlassungsformen, die auch Teilzeitbedürfnissen von Zahnärztinnen entgegenkämen. Nicht helfen könne die Körperschaft bei dem Wunsch nach mehr Unterstützung im Bereich Kinderbetreuung. In der anschließenden Diskussion wurden auch kritische Aspekte laut, unter anderem wurde nach dem Grund für die gleich hohen Beiträge für Niedergelassene und Angestellte gefragt. Der KZV-Vorsitzende erklärte verschiedene Zusammenhänge und regte an: „Wenn Sie an den Beiträgen etwas verändern wollen, dann bringen Sie das doch ein in die Vertreterversammlung.“ Um Zahlen ging es auch im Vortrag von Petra Knödler/apoBank („Ich möchte am liebsten alle angestellten Zahnärztinnen in die Niederlassung mitnehmen – da wollten Sie ursprünglich doch auch einmal hin!“) und seitens Peter Wittmann/Deutsche Ärzteversicherung, der beispielhaft den unterschiedlichen Versicherungsbedarf einer angestellten und einer niedergelassenen Zahnärztin erklärte.

Themen mit „Gender“-Aspekten

Einen für weiterbildungsinteressierte Zahnärztinnen interessanten Punkt übermittelte Dr. Giesbert Schulz-Freywaldt, Vizepräsident der Landeszahnärztekammer Hessen, in seinem Grußwort im Namen des Kammervorstands: „Die bevorstehende neue Weiterbildungsordnung nimmt bereits Rücksicht auf den wachsenden Anteil an Zahnärztinnen: Anerkannt wird jetzt auch Weiterbildung in Halbtags-Zeit.“ Er empfahl, die geplante Musterweiterbildungsordnung mit Blick auf die Belange der Zahnärztinnen selbst einmal zu prüfen. Bewegend war der Vortrag von Kammervorstandsmitglied Dr. Antje Köster-Schmidt, die den erarbeiteten Dokumentationsbogen für Zahnärzte zu „interpersoneller Gewalt“ vorstellte und die derzeitige Ausrichtung auf Gewalt gegen Frauen als erste Stufe bezeichnete: Nach ausreichend Erfahrung werde es auch um Gewalt gegen Kinder und gegen Männer gehen. „Wir haben ein Wissensdefizit: Wie sollen wir mit solchen Situationen umgehen?“ fragte sie und betonte das Ziel des Dokumentationsbogens sowie der ergänzenden Dent-Doc-Card: „Gewalteinwirkung erkennen, Patienten richtig ansprechen und alles gerichtsfest dokumentieren.“ Ein junges Thema, das laut Dr. Petersen in ihrer Anmoderation große Zukunft haben werde, präsentierte PD Dr. Dr. Christiane Gleissner, Präsidentin der neuen Deutschen Gesellschaft für geschlechterspezifische Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, zudem Vizepräsidentin des Dentista Clubs: „Die Zahnmedizin wird durch die Geschlechterperspektive gewinnen“, sagte sie und präsentierte Beispiele aus der Medizin und der Zahnmedizin. In der Praxis eingesetzte Klassiker unter den Analgetika wirkten bei Männern und Frauen anders intensiv, so ein Beispiel, ein anderes: Bluthochdruck bei Männern korrespondiert offensichtlich mit erhöhtem Zahnverlust – eine Beobachtung, die bei Frauen nicht bestätigt werden konnte. Der Satz, mit dem Dr. Dr. Gleissner ihren Vortrag endete, war auch so etwas wie eine Summary, die Dr. Petersen gern aufnahm: „Nicht nur durch die Geschlechterperspektiv, auch von den vielen Frauen im Fach wird die Zahnmedizin gewinnen.“

Der 3. Zahnärztinnenkongress war insgesamt eine ansteckend gut gelaunte und zudem fachlich eindrucksvolle Veranstaltung, die das Statement von Dr. Dr. Gleissner ganz eindeutig bestätigte.

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DENTISTA-TREND-ERHEBUNG VOR DER IDS: „Oscar“ für das Digitale Röntgen

News vom 03. März 2011

 

Im Vorfeld der IDS hat der Dentista Club in Form einer Umfrage unter rund 1500 Mitgliedern und Leserinnen erhoben, wie groß das Interesse der Zahnärztinnen an Behandlungs-Technik ist – und welche Favoriten sie haben. Mit rund 160 Rückläufen ist die Trend-Erhebung sicher keine wissenschaftliche Studie, aber die Ergebnisse zeigen doch, dass sich die IDS-Aussteller auf die Zahnärztinnen als Messebesucher freuen dürfen. Rund jede Dritte freut sich explizit auf das globale Dental-Ereignis am Rhein.

DIGITALES RÖNTGEN, DVT UND INTRAORALKAMERA

Auf die offene Frage ohne Vorgaben, welcher technischen Innovation sie den "Oscar" verleihen würden, wählten die Zahnärztinnen auf Platz 1 das Digitale Röntgen und mit nur geringem Abstand auf Platz 2 das DVT. Etwas abgeschlagen auf Platz 3 steht die Intraoralkamera.
Ein sehr vielfältiges Ergebnis zeigte sich bei der offenen Frage nach der zuletzt getätigten Lieblings-Investition: Hier führte der Laser knapp vor einer neuen Behandlungseinheit, vor Oralkamera und DVT. Auch auf vergleichsweise vorderen Plätzen: CEREC, digitales Röntgen sowie Lachgas- und Diagnodent-Technik. Die Fortbilder wird es freuen: Öfter genannt wurde auch die Qualifizierung des Personals bzw. die eigene Fortbildung in Form von Curricula.
Ebenfalls vielfältig war die Liste der Ideen, was zur Erleichterung der Behandlungstätigkeit noch erfunden werden sollte – hier ging es von „Mundaufhaltehilfe mit Licht und Saugfunktion“ über 2-in1-Geräte im Bereich Thermodesinfektion/Sterilisation, Endoskopie-Technik im Bereich Endodontie bis zu „Apps“ für die Terminplanung mit Verbindung zur Praxissoftware. Auch die Hersteller von Behandlungseinheiten dürfen sich noch Lösungen einfallen lassen: Insbesondere chirurgisch tätige (Fach)Zahnärztinnen würden Zusatz-Angebote wie Massage oder Sitzheizung zur Entspannung begrüßen.

Auf die explizite Frage, ob die Befragte selbst mit einem DVT liebäugele, antworteten 7 %*) mit einem Ja, fast 40 % sehen diese Technologie eher in einem speziellen Behandlungszentrum – darunter auch Zahnärztinnen, die den DVT für den „Oscar“ vorgeschlagen hatten. Große Begeisterung verbucht die Oralkamera: Fast 70 % aller befragten Zahnärztinnen finden sie hilfreich. Auch der Computer ist keineswegs ein missliebiger Teil der Praxis: Nur 3 % der Befragten meinten, es gebe zu viel „Computerei“. Fast 60 % sagten: Es macht Spaß, per Knopfdruck Übersicht über den Praxisstatus zu bekommen. Eher selten scheinen Innovationen in der Praxis anfangs zu nerven: Das merkten nur 5 % der Befragten an. Dennoch wurde bei aller Offenheit für Technik von 13% der Zahnärztinnen, insbesondere chirurgisch und implantologisch tätigen, bedauert, dass Technik immer komplizierter werde und viel Zeit koste. Kritische Haltung und Spaß an der Technik schließen sich allerdings nicht aus: Unter denen, die die immer komplexere Technik bedauerten, waren nicht wenige, die sich dennoch beispielsweise für einen DVT oder einen Laser interessierten. Die 3D-Technologie findet ihre Fans nicht nur in den chirurgisch-orientierten Praxen mit Schwerpunkten in Implantologie oder Parodontologie, sondern auch in der Kieferorthopädie.

Insgesamt finden weit über die Hälfte aller Befragten Neues im Bereich der Technik spannend, zwei Drittel erleben Messebesuche als inspirierend. Und, das wird die Aussteller freuen: Nur 14% gaben an, aktuell keine Investitionen zu planen.

VIELE PLÄNE: »VERGRÖSSERN« IST FAVORIT

Befragt wurden die Zahnärztinnen auch zu ihrer Praxissituation. Über ein Drittel gab an, dass keine Veränderungen geplant seien. Fast genauso viele haben größere Maßnahmen vor, hier steht an 1. Stelle die Vergrößerung der Praxis, gefolgt von Umbau, Renovierung und Umzug, einige der Befragten hatten solche Veränderungen auch gerade hinter sich. Das spiegelt sich auch in den Antworten auf die Frage nach geplanten Änderungen im Praxisteam: Fast jede zweite Zahnärztin, die „Veränderungen in der Praxis“ angegeben hatte, plant einen Ausbau des Zahnärzteteams mit weiteren Kolleginnen oder Kollegen. Bemerkenswert: Da die Frage offen gestellt war, geben die Antworten auch über eine Besonderheit Auskunft: Es wird auffallend häufig explizit an Kolleginnen für die Praxiserweiterung oder Zusammenarbeit gedacht. Auch in das Praxispersonal wird ausbauend investiert. Als wichtig empfunden wird zudem der Aufbau und der Ausbau von Kompetenznetzwerken. Wer bereits niedergelassen ist (über 70 % der Befragten), will das auch bleiben – nur eine Zahnärztin sagte, sie strebe den Wechsel in eine Anstellung an. Von den 14 % angestellten Zahnärztinnen wird mehr als jede Dritte demnächst in die eigene Niederlassung gehen. In den Antworten auf die offene Frage wurde auch „suche Nachfolgerin“ und „suche Schwangerschaftsvertretung“ angegeben.

BEHANDLUNGSSCHWERPUNKTE SELBSTVERSTÄNDLICH

Fast alle befragten Zahnärztinnen gaben einen oder mehrere Behandlungsschwerpunkte an. Führend ist Parodontologie, dicht gefolgt von Implantologie und Endodontie. Danach kommen Bereiche wie Ästhetik, Kinder-/Jugendzahnheilkunde und Prophylaxe sowie Prothetik und Kieferorthopädie als Fachzahnärztin. Das Interesse an Schwerpunkten ist groß, hier sind bei 20 % der Befragten weitere Entwicklungen und der Ausbau der Praxisleistungen geplant, insbesondere im Bereich Endodontie, CMD, Parodontologie und Ästhetik.

Was sich schon bei den Behandlungsschwerpunkten und auch den Netzwerk-Kooperationen zeigte: Die Zahnärztinnen verbinden mühelos schulmedizinische und komplementäre Behandlungsverfahren. Da sind in das Netzwerk auch Heilpraktiker involviert, Implantologie korrespondiert mit Hypnose, Chirurgie mit Naturheilkunde, Ganzheitliches mit Ästhetik und Parodontologie mit Akupunktur.

Im offenen Bereich für eigene Anmerkungen, in dem auch „Spaß an der Arbeit“ eine Rolle spielte, gab es allerdings auch einen Punkt, der sicher auch bei den bevorstehenden IDS- Kontakten eine betonte Rolle spielen wird. Eine Zahnärztin meinte: „Warum ist Gutes bloß immer so teuer??“

*) Da nicht alle Fragen des ausführlichen Interviews von allen Teilnehmerinnen beantwortet wurden, ergeben sich Lücken zur Gesamtheit 100 %.

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„FEMINISIERUNG DER ZAHNMEDIZIN“: Dentista Club zur Master-Arbeit an der Universität Bielefeld

News vom 07. Februar 2011

 

BILD: Marina Buchmann, Studiengang Public Health an der Universität Bielefeld / Bereich Gesundheitswissenschaften

Marina Buchmann hat kürzlich an der Universität Bielefeld im Bereich „Gesundheitswissenschaften“ eine Masterarbeit im Bereich Public Health zum Thema „Die Feminisierung der Zahnmedizin“ vorgelegt. In Absprache mit Frau Buchmann hat der Dentista Club, der der Autorin für die konstruktive Unterstützung ausdrücklich dankte, nun ein „Interview“ mit dieser Studie geführt, um die Kernpunkte – hier zum Bereich Relevanz für die Standespolitik – zusammenzuführen. Da diese Arbeit unter Public Health-Gesichtspunkten verfasst wurde, bietet sie „von außen“ gesehen interessante Ansätze für die zahnärztlichen Berufsvertretungen. Die Antworten auf die Fragen sind Original-Zitate aus der Masterarbeit.

Frage: Was bedeutet die wachsende Anzahl an Zahnärztinnen für die Standespolitik?
Studie: Durch den Veränderungsprozess der Mitgliederstruktur von vormals größtenteils männlichen Kollegen hin zu einem Großteil weiblicher Mitglieder ergeben sich auch für die Zahnärztekammern Anforderungen, um den Bedürfnissen aller Mitglieder gerecht werden zu können. () Die Zahnärztekammern müssen also wissen, welche Veränderungen die 'Feminisierung’ mit sich bringt und inwiefern sie darauf reagieren können.

Frage: Was für Schwerpunkte zeigen sich hier?
Studie: Hier stehen Fragen zur beruflichen Ausübung im Vordergrund. Die fachliche Schwerpunktsetzung ist wegen des Angebotes an Fortbildungen durch die Kammern ebenso interessant wie ihre Einstellung zur Standespolitik. () Insbesondere bei den rechtlichen Grundlagen wird deutlich, in welcher Umbruchphase sich die Zahnmedizin aufgrund der 'Feminisierung’ befindet.

Frage: Warum interessiert sich die Gesundheitswissenschaft für dieses Thema?
Studie: Aus Public Health-Sicht ist die 'Feminisierung’ der Zahnmedizin aus zwei Perspektiven zu betrachten. Von Interesse ist einerseits die Versorgungsebene, denn es geht darum, Patienten ein größtmögliches Maß an Qualität anzubieten. Aus administrativer und politischer Sicht ist es andererseits wichtig, Strukturen zu schaffen, die es den Leistungserbringern ermöglichen, diese Qualität zu leisten. () In jüngster Zeit geraten die Arbeitsbedingungen in der (Zahn)Medizin verstärkt in den Vordergrund, und deshalb stellt sich hier wie auch in anderen Arbeitsbereichen die Frage nach der Berücksichtigung der Genderperspektive. Dies ist umso bedeutsamer, als in den vergangenen Jahren mehr Frauen den Beruf ergriffen haben.

Frage: Wo müsste denn etwas passieren?
Studie: Handlungsbedarf zur Optimierung der beruflichen Strukturen besteht zum Einen auf regionaler Ebene, also dort, wo Versorgung tatsächlich stattfindet. Zum anderen jedoch auch auf Bundesebene, wo mögliche Regelungen und Gesetze verankert bzw. verabschiedet werden. () Aufgabe der Public Health Disziplin könnte es beispielsweise auch sein, qualifizierte Berater zur Optimierung des Handlungsbedarfs hervorzubringen.

Frage: Das Thema „Gender“ sehen viele als „Frauenpolitik“ und haben entsprechende Berührungskonflikte...
Studie: Gender-Mainstreaming bedeutet, dass die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern bei allen gesellschaftlichen Vorhaben von vornherein berücksichtigt werden, „da es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit gibt“ (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend/2010). Geschlechterunterschiede können im Zuge der steigenden Anzahl von Frauen sowohl in der Medizin als auch in der Zahnmedizin zu weitreichenden Veränderungen führen, da Frauen und Männer unterschiedliche Ansprüche an den Beruf haben und diesen anders er- und ausleben. () Auch die Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK) sieht Handlungsbedarf bezüglich der 'Feminisierung’ der Medizin.

Frage: Sie erwähnten die Medizin: Hier gibt es bereits einige Initiativen.
Studie: Für die Zahnmedizin müssen jedoch andere Maßstäbe angesetzt werden, da sie in der Regel ambulant und durch niedergelassene Zahnärzte ausgeübt wird.

Frage: In Ihrer Master-Arbeit sprechen Sie auch rechtliche Themen an...
Studie: Dabei stellt sich die Frage, ob die Mutterschutzbestimmungen tatsächlich dem Schutz der Mutter dienen oder diese eher kontraproduktiv sind, da sie viele Frauen in der zahnärztlichen Ausübung eher behindern. () Dass es tatsächlich notwendig ist, Schwangere von der (zahn)ärztlichen Tätigkeit fernzuhalten, bezweifelt die () BLK, da diese Regelungen jeglicher wissenschaftlicher Erkenntnis entbehren und so die Mutterschutzbestimmungen eher zu Hindernissen werden. Zitat: „Das Erfordernis dieser Bestimmungen ist () dem heutigen Stand der Technik nicht mehr angemessen“.

Frage: Warum engagieren sich bisher so wenige Zahnärztinnen in der Standespolitik...?
Studie: ... weil neben Beruf und Familienorganisation kaum Zeit für die Standespolitik bleibt. Ein selbstverwalteter Beruf ist jedoch auf die Beteiligung seiner Mitglieder angewiesen. () Des Weiteren ist bei Zahnärztinnen mit Kind, die in derselben Praxis wie ihre Ehemänner arbeiten (), eine klare Rollenverteilung zu erkennen. Während die Männer für den Aufbau und Zusammenhalt der Praxis zuständig sind, organisieren die Frauen das Familienleben. Dabei bleibt wenig bis gar keine Zeit für Fragen aus der Berufspolitik. Dieses Feld wird ebenfalls den Männern überlassen. () Umgekehrt bleibt festzuhalten, dass Zahnärztinnen, die in einer Praxis ohne ihren Ehemann tätig und/oder kinderlos sind, sich vermehrt auf den Beruf konzentrieren und dementsprechend interessierter an den Vorgängen in der Standespolitik sind. () Jüngere Zahnärztinnen haben tendenziell weniger Interesse, sich standespolitisch zu engagieren. Ein Grund hierfür ist das Gefühl, nichts bewirken zu können bzw. es sehr schwierig ist, etwas durchzusetzen.

Frage: Sie haben auch mit standespolitisch aktiven Zahnärztinnen gesprochen. Bleibt die Motivation hoch?
Studie: Bei einer langjährigen Mitarbeit in der Standespolitik kann () der Frust einsetzen, wenn es nicht so läuft, wie man es sich vorgestellt hat bzw. es zu langsam vorangeht. Es wurde die Erfahrung gemacht, dass die Veränderung von verschiedenen Angelegenheiten einerseits sehr viel Zeit brauchen und andererseits Geltungsbedürfnisse der Mitstreiter dieses erschweren können. Dies führt wiederum zur Lähmung der eigenen Aktivität, so dass „die Lust vergeht“. () Das Interesse an der Berufspolitik korreliert mit dem Alter der Zahnärztinnen. Knapp 70 % der 55 – 64jährigen () haben Interesse.

Frage an die Autorin der Master-Arbeit: Wollen die Zahnärztinnen eigentlich überhaupt „gefragt“ und wahrgenommen werden?
Marina Buchmann: Wir hatten vermutet, dass für die ausführlichen Interviews mehrere Anrufe und viele gute Worte nötig sein würden, um die jeweilige Zahnärztin ans Telefon zu bekommen, das bewahrheitete sich aber nicht. Was die Standespolitik betrifft: Wenn Zahnärztinnen als Expertin ihrer eigenen Situation gesehen werden, können sie sehr viele Anregungen zu Verbesserungen geben. Dazu ist es wichtig, ihre Stimmen zu hören. Damit sie sich in der Standespolitik dann auch engagieren, müssen die weiblichen Kammermitglieder, das lässt sich aus den Interview-Antworten schließen, wohl vermehrt persönlich angesprochen und einbezogen werden.

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MITGLIEDERVERSAMMLUNG 2010: Vorstand weitgehend bestätigt – und ergänzt

News vom 08. November 2010

 

BILD: Der Dentista Club hat einen neuen Vorstand: Einstimmig wiedergewählt als Präsidentin wurde Dr. Susanne Fath (rechts), neu Im Vorstand ist PD Dr. Dr. Christiane Gleissner (links), Universität Mainz, im Amt der Vizepräsidentin.

Die erste Legislaturperiode war beendet – und die zweite startete wenige Minuten später: Bei der Mitgliederversammlung des Dentista Club e.V. am 6. November 2010 in Berlin wurde regulariengemäß neu gewählt und die neue Führungscrew des Zahnärztinnenverbandes bestimmt. Die Unterstützung der Mitgliederversammlung für die neue Konstellation war eindeutig: Alle Vorstandsmitglieder erhielten ein einstimmiges Votum. Bestätigt in ihrem Amt als Präsidentin wurde Dr. Susanne Fath MSc., Berlin, die für ihren souveränen Einsatz Beifall erhielt. Neu im Vorstand ist PD Dr. Dr. Christiane Gleissner, Friedberg und Universität Mainz, die als Vizepräsidentin auch Hochschulthemen mit übernimmt. Wiedergewählt wurden Marion Aßmann als Schatzmeisterin und Birgit Dohlus als Schriftführerin. Erweitert wurde der Kreis der Beisitzer, da auch die Themen und Projekte deutlich zunehmen: ZÄ Marlies Bartels, Euskirchen, betreut wie bisher die Aufgaben „Veranstaltungen“, ZÄ Anne Bandel, Berlin, die Koordination der Projekte mit den Organisationen der jungen Zahnärzte, ZÄ Juliane Gnoth, Berlin, neu im Vorstand, die jungen Zahnärztinnen direkt, Dr. Christel Pfeifer, Köln, ebenfalls neu im Vorstand, bringt standespolitische Erfahrung mit ein, und Dr. Andrea Diehl, Berlin, wird als weiteres neues Vorstandsmitglied das Projekt „Qualittäszirkel“ betreuen, das für 2011 ein Schwerpunkt der Arbeit sein wird.

Nicht im Vorstand, aber trotzdem noch „neu“ im Team ist PD Dr. Ingrid Peroz, Charité, als Leiterin des Wissenschaftlichen Beirates des Dentista Club. Sie hat die Vorbereitungen für das wissenschaftliche Programm des 3. Hirschfeld-Tiburtius-Symposiums am 4. Juni 2011 in Berlin bereits geprägt und wird zusammen mit dem Vorstand eine Übersicht über erfahrene Referentinnen aus Wissenschaft und Praxis erstellen – als „Empfehlung“ an Kongressveranstalter, die Expertise der Zahnärztinnen auch aktiv wahrzunehmen. Bereits jetzt gibt es zahlreiche Mitglieder im Zahnärztinnenverband mit eindrucksvoller Präsentationserfahrung, weitere Zahnärztinnen sind herzlich eingeladen, diese Referentinnen-Übersicht zu erweitern.

Auch regional wird sich nun mehr tun: Die Mitgliederversammlung unterstützte den Vorstand darin, Regionalgruppen zu starten, die von engagierten Mitgliedern geleitet werden – unterstützt durch die Kommunikationsmöglichkeiten des Verbandes.

Die hinsichtlich ihrer Expertise facettenreich besetzte Mitgliederversammlung hat die zurückliegende erste Legislaturperiode als erfolgreich bestätigt, für die zweite ihre volle Unterstützung zugesagt und bereits Anregungen eingebracht: „Das ist einer der Gründe, warum die Arbeit für den Dentista Club so viel Spaß macht“, sagte die alte und neue Präsidentin Dr. Fath nach der Versammlung: „Die Kolleginnen sind ungemein motiviert und auch ihnen macht es Spaß, etwas zu entwickeln – und das auf hohem Niveau. Es trifft schlicht nicht zu, dass sich die Kolleginnen nicht für die Arbeit für den Berufsstand interessieren und engagieren wollen. Wir freuen uns zusammen auf den gemeinsamen Weg.“

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WISSENSCHAFTLERINNEN MEHR INS BEWUSSTSEIN: Dr. Angela Merkel in der Akademie der Wissenschaften

News vom 02. November 2010

 

BILD: Partiell sei für Frauen in der Wissenschaft eine getrennte Ausbildung durchaus sinnvoll, sagte Bundeskanzlerin und Physikerin Dr. Angela Merkel beim Start des Webportals AcademiaNet, hier mit Initiatoren.

Dr. Angela Merkel in der Akademie der Wissenschaften:
„Die Frauen in der Wissenschaft mehr ins Bewusstsein rücken“

Deutschland müsse alle Talente fördern, um die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft zu stärken – dazu gehörten auch die Frauen in der Wissenschaft, sagte Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel am 2. November 2010 in der Akademie der Wissenschaften in Berlin. Hier drückte sie den Startknopf für das von der Robert-Bosch-Stiftung initiierte Internetportal „AcademiaNet“, das die Suche nach herausragenden Wissenschaftlerinnen unterstützen soll. Aufgenommen in das Portal werden Wissenschaftlerinnen auf Empfehlung der beteiligten großen Forschungsorganisationen und forschungsnahen Industrieverbände.
Was hier im Großen angelegt ist und Wissenschaftlerinnen aus allen Fachgebieten listet, bereitet der Dentista Club derzeit für Wissenschaftlerinnen und Referentinnen aus der Zahnmedizin vor: In Zusammenarbeit mit der Vorsitzenden des Club-Beirats Wissenschaft, PD Dr. Ingrid Peroz, Charité, wird eine Übersicht erstellt, welche zahnmedizinischen Wissenschaftlerinnen und auch Expertinnen aus der Praxis für Kongress-Vorträge zur Verfügung stehen. Die Frauen in der Zahnmedizin mehr ins Bewusstsein zu rücken, ist eines der Kernkonzepte des Dentista Clubs. Zahnärztinnen mit Vortragserfahrung sind eingeladen, sich auf der Übersicht eintragen zu lassen.

Dass man bei Fortbildung auch einmal „getrennte Wege“ gehen muss, ist eine Erfahrung, die Dr. Angela Merkel offenbar auch in ihrer Physik-Ausbildung gemacht hat – bei der AcademiaNet-Veranstaltung erzählte sie beispielhaft von einem Praxis-Projekt. Während sie noch überlegt habe, wie sie die Herausforderungen am besten angehe, hätten die „Jungs schon alle Finger an allen Knöpfen gehabt“ – und manches Gerät sei schon kaputt gewesen, ehe sie an der Reihe gewesen wäre. Eine partielle Überarbeitung didaktischer Gänge sei zu empfehlen. Partiell getrennte Fortbildung ist auch die Konsequenz aus Erfahrungen, die der Dentista Club gemacht hat: Da, wo es sich als sinnvoll erweist, wird Fortbildung seitens des Verbandes exclusiv für Zahnärztinnen gestaltet, Kolleginnenkurse von Zahnärztinnen für Zahnärztinnen nehmen aufgrund des großen Erfolges rasant zu.

"Flug unter dem Radar"
Nicht alle Karriere-Hemmnisse lägen in den Strukturen, ermahnte Dr. Merkel die Damen auf dem abgebremsten Weg nach oben: Mehr Frauen in den Gremien mache deren Arbeit offenkundig nicht schlechter, es sei sinnvoll, sich aktiv einzubringen. Sie habe solche Erfahrungen in der eigenen Partei gemacht, dies gelte aber auch für die Hochschulen. Starre Karriereleitern seien nicht immer hilfreich. In rund 10 Jahren seien bei anhaltender Entwicklung zwei Drittel der Wissenschaftler weiblich – vermutlich sei es dann an der Zeit, sich Gedanken über Männer-Förderung zu machen. An die Frauen in der Wissenschaft und in den naturwissenschaftlichen Fächern appellierte sie: „Trauen Sie sich! Es macht Spaß, eine Stufe weiter zu kommen!“
Dass Frauen aktiver werden müssen, zeigte auch die Präsentation von AcademiaNet: Nur wenige Wissenschaftlerinnen kämen nach ganz oben, weil sie sich weniger sichtbar machten, öfter „unter dem Radar fliegen“, sich eher zurückhielten und passiv darauf warteten, berufen zu werden, während Männer sich hier aktiv bemühten. Zudem fehlten Netzwerke. Das neue Portal biete eine eindrucksvolle Anzahl an Vorbildern für den eigenen Berufsweg „nach oben“ – eine Aufgabe, der sich für den Bereich der Zahnmedizin und die Präsenz von Zahnärztinnen in den eigenen Gremien auch der Dentista Club, nicht zuletzt in neuen Kooperationen, stellt.

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