Dentista Club

STARTSCHUSS FÜR GESCHLECHTERBEZOGENE ZAHNHEILKUNDE: 2. Hirschfeld-Tiburtius-Symposium / Berlin

News vom 29. Juni 2010

 

Die Zeiten für ein Fragezeichen, ob man sich auch in der Zahnmedizin, wie in der Medizin, mit geschlechterbezogenen Aspekten befassen muss, sind sicher vorbei – das ist die klare Bilanz des 2. Hirschfeld-Tiburtius-Symposiums am 5. Juni 2010 in Berlin. Der Dentista Club, Veranstalter dieses jährlichen Symposiums, hatte bereits beim Motto der Veranstaltung „Gender Dentistry“ bewusst auf ein Fragezeichen verzichtet – zu eindrucksvoll waren die bereits im Vorfeld bekannten vielschichtigen Aspekte, die bei der Tagung noch um weitere ergänzt wurden. Die bereits seit zwei Jahren aktive Arbeitsgruppe unter dem Dach des Verbandes, die sich mit „Sexus & Gender“-Fragen in der Zahnheilkunde beschäftigt hatte, hat am Vorabend des Symposiums die Arbeitsebene und auch den Namen gewechselt und einen selbständigen Auftritt beschlossen: Als „Deutsche Gesellschaft für geschlechterbezogene Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde“ (DGGZ) wird sich die Fachgesellschaft, die ihre Thematik als Querschnitts-Fach versteht, im Frühsommer mit einem unabhängigen Portal der Fachöffentlichkeit vorstellen. Hier werden die Ergebnisse des 2. Hirschfeld-Tiburtius-Symposiums den fachlichen Startschuss in verschiedenen Disziplinen abgeben.

Die Vielfalt der Erkenntnisse, die in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde mittlerweile zu geschlechterbezogenen Unterschieden in der Mundgesundheit vorliegen, macht deutlich, dass der Berufsstand die Frage des biologischen Geschlechts neben die beispielsweise des Alters und des Bildungslevels in epidemiologische Erhebungen mit aufnehmen muss, sagte PD Dr. Dr. Christiane Gleissner, Universität Mainz und wissenschaftliche Leiterin der Tagung, in ihrem breit angelegten Einführungsvortrag. Im Zentrum der derzeitigen Forschungsaktivitäten stehe zunächst die systematische Erfassung bereits vorhandenen Wissens, um noch zielgenauer der Entstehung von Krankheiten im oralen System vorbeugen zu können.

Um der Bandbreite der Thematik Rechnung zu tragen, war das Programm der Tagung, das von Dentista-Präsidentin Dr. Susanne Fath geleitet und moderiert wurde, in drei Blöcke geteilt: „Wir wollen Ihnen mit den Bereichen lsquo;Wissenschaft – Praxis – Psychologie’ eine vielschichtige Übersicht über das aktuelle Wissen zur geschlechterbezogenen Zahnheilkunde vorstellen – von den Grundlagen der Medizin bis zur praktischen Berufsausübung.“

BLOCK WISSENSCHAFT
Anhand der DMS IV-Daten schilderte Dr. Sebastian Ziller/BZÄK auffällige geschlechterbezogene Unterschiede und betont, dass man den Ursachen für eine höhere Kariesprävalenz bei Mädchen (ab 15 Jahre) und Frauen aller Altersklassen im Vergleich zu gleichaltrigen Jungen/Männern trotz besserer Mundhygiene, regelmäßigeren zahnärztlichen Kontrollbesuchen und einem besseren Versorgungsgrad gezielter nachgehen muss. Ohnehin habe sich die Bewertung von Geschlechterunterschieden in der Medizin von “vornehmer Ignoranz“ zu einer ernstzunehmenden Fragestellung gewandelt. Die SHIP-Studie war Grundlage für die Datenübersicht seitens ZÄ Daniele Gätke/Universität Greifswald mit Blick auf die Parodontologie: Interessant sei, dass Frauen in der Region Vorpommern parodontal gesünder seien und dennoch über weniger Zähne verfügten. Hinsichtlich der geschlechtsspezifischen Unterschiede in der systemischen Wirkung sei noch viel Forschung nötig. Auch hinsichtlich der CMD wurden die SHIP-Daten genutzt im Beitrag von PD Dr. Olaf Bernhardt/Universität Greifswald: Während bei Männern, so das Ergebnis, neben chronischen Allgemeinerkrankungen wie Gicht und Arthrose auch okklusale Faktoren (Stützzonenverlust) einen signifikanten Zusammenhang mit CMD zeigten, waren bei Frauen die Angabe einer allgemeinen Arthose und die Einnahme von Hormonpräparaten Risikofaktoren für CMD. Signifikant zeigten sich die geschlechterbezogenen Unterschiede auch bei Mundschleimhauterkrankungen: OÄ Dr. Christiane Nobel/Charité zeigte, dass die proliferierende verruköse Leukoplakie zu 80% Frauen betrifft und viele Autoimmunerkrankungen bei Frauen häufiger auftreten, so der orale Lichen planus doppelt so oft wie bei Männern, Lupus erythematodes sogar neun mal häufiger. Sie bedauerte „die dürre Datenlage“.

BLOCK PRAXIS
Mit Blick auf Daten des IDZ zeichnete Dr. David Klingenberger verschiedene geshlechterbezogene Unterschiede in der Praxisführung auf, die Daten belegten u.a., dass Zahnärztinnen offenbar bestandswahrender und mit ihrer Situation zufriedener seien als ihre expansionsinteressierten, aber auch finanzielle Risiken eingehenden männlichen Kollegen. Die Conclusio aus vielen verschiedenen Daten zeige, dass die Zahnarztstunde bei Männern teurer sei als bei Frauen. Letztere hätten, so Medizinrechtlerin Dr. Frauke Müller/Stuttgart mit Blick auf die Erfahrungen ihrer Kanzlei, zwar weniger Probleme mit Behandlungsfehlerklagen, dafür mehr mit dem Problem, schlecht NEIN sagen zu können und Behandlungen gegebenenfalls rechtzeitig abzubrechen. Spannend war auch eine aktuelle Studie zum Thema „Genderforschung in der universitären Lehre“: Die bisher über Studentenbefragung laufende Evaluation von Lehre zeige, so PD Dr. Margrit-Ann Geibel/Universität Ulm, dass die Bewertung nach bekannten lsquo;Klischees’ und unabhängig von der tatsächlichen Qualität des Inhalts erfolge: Attraktive Dozenten hatten die besten Bewertungen erhalten – im Gegensatz zu attraktiven Frauen, deren Aussehen mit wenig Fachkompetenz verbunden wurde. Hinsichtlich der Praxiseinrichtung unterschieden sich Zahnärztinnen und Zahnärzte oft in der „Wärme“ einer Gestaltung, sagte Gast-Referent Giorgio Nocera/Henry Schein in einem der beiden Sponsoren-Vorträge: Männer mögen es gerne stylish, was manchen Frauen als lsquo;kalt’ erscheint, er empfahl umgekehrt den Zahnärztinnen: „Machen Sie es den Männern nicht zu warm in den Farben!“ Im zweiten Sponsorenvortrag berichtete Thomas Schröder/dentaltrade, dass – anders als durch IDZ-Daten zum Praxisumsatz zuerst erwartet, die interne Datenerhebung einen leicht größeren Kundenkreis auf Seiten der Zahnärzte statt der Zahnärztinnen ergab.

BLOCK PSYCHOLOGIE
Die Frage, ob Zahnärztinnen der Zahnärzte empathischer seien, ist oft auch Gegenstand von Karikaturen – dass man der Frage auch wissenschaftlich begegnen kann, zeigte Dentista-Präsidentin Dr. Susanne Fath aus neurowissenschaftlicher Sicht. Es gebe in der Tat signifikante Unterschiede – allerdings nur in der Art der Empathie, nicht in der quantitativen Gewichtung. Die Unterschiede seien auch im Gegenüber mit dem Patienten relevant – das Erkennen der Emotionen des anderes Geschlechtes sei oft schwer. Passgenau berichtete Praxis-Coach Hans-Dieter Klein über „Wege aus der Empathie-Fall“ und beschrieb die Risiken des „Eigenfilters“, also der eigenen Sicht auf Qualitätslevel beispielsweise, die man unbwusst Patienten überstülpe: Wer eher niedrigschwellige Angebote mache, dürfe nicht erwarten, dass Patienten von sich aus nach kostspieligeren Lösungen fragen. Zu einem für die zahnärztliche Prävention hilfreichen Highlight wurde der Abschlussvortrag von Dipl. Psychologe Thomas Altgeld, u.a. Autor des Buches „Männergesundheit“. In der Kommunikation seien zahlenorientierte Problem-Lösungen und auch Anglizismen sinnvoll, anstelle textlastiger Ratgeberbroschüren lieber Informationen im Praxis-TV oder an einem Wartezimmer-PC. Wichtig sei auch, dass die Autorität Arzt mit dem Mann rede und nicht „ein Mädchen aus dem Personalbereich“.

SUMMERY
In der abschließenden Diskussion sagte Dr. phil. Bärbel Miemietz, Mitinitiatorin des Kompetenzzentrums für geschlechtersensible Medizin an der Medizinischen Hochschule Hannover, sie sei enorm beeindruckt von dem in der Zahnmedizin bereits entwickelten Wissen und Denken in dieser Thematik, die auch in die neue Approbationsordnung für Zahnärzte aufgenommen werden soll. Dr. Gleissner untermauerte dies: Notwendig sei, das habe bereits dieses Symposium mit seinen vielfältigen Facetten gezeigt, die Aufnahme des Querschnittsthemas „Geschlechterforschung“ in die Lehre, dabei sei unabdingbar der Fokus auf beide Geschlechter zu legen. Der Dentista Club, mehrfach als Trendsetter in der Zahnmedizin bezeichnet, wurde dazu angeregt, die Thematik voranzutreiben und mit der Medizin zu vernetzen. Erste Erfolge sind bereits zu verbuchen: Die zahnmedizinischen Erkenntnisse im Bereich der Geschlechterforschung konnten seitens des Zahnärztinnenverbandes auch in renommierte medizinische Kongresse eingebracht werden, so bei der im September 2010 stattfindenden Tagung „Medizin und Geschlecht: Perspektiven für Lehre, Praxis und Forschung / Gender and sex in medical education, practice and research“ an der MMH und bei der Summerschool 2010 des Institute for Gender in Medicine (GiM) Charité - Universitätsmedizin Berlin.

Weiterführende Downloads:

Hier finden Sie einen ausführlichen zusammenfassenden Bericht vom Symposium
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NEUER DENTISTA-RATGEBER: Schwangerschaft – was ist wann zu beachten?

News vom 18. Mai 2010

 

Zusammen mit der Medizin-Rechtlerin Dr. Maike Erbsen, Stuttgart und Zahnärztinnen aus dem Mitgliederkreis hat der Dentista Club jetzt einen Übersichtsratgeber zum Thema „Schwangerschaft“ herausgebracht: Juristisches und Praktisches für Zahnärztinnen in Studium, Assistenz und Praxis. In der 16-Seiten-Broschüre finden sich allgemeine Informationen über gesetzliche Grundlagen rund um den Mutterschutz, Hinweise auf die besonderen Schutzvorschriften für Zahnärztinnen – auch für Zahnmedizin-Studentinnen – und eine Kurzübersicht, welche Tätigkeiten „erlaubt“ sind. Ergänzt wird das Angebot durch Tipps und Kontakte zum Thema Elterngeld, auch für Selbständige, und eine kleine Übersicht zum Thema Kinderbetreuung mit Link-Empfehlungen. Nicht zuletzt finden sich empfehlenswerte Gedanken zum Thema Versorgungswerk und Versicherungen und zum Thema Praxisvertretung – insbesondere in diesem Bereich haben sich die Club-Zahnärztinnen mit ihren eigenen Erfahrungen eingebracht. Die Informationen sind auch für Arbeitgeber hilfreich sowie für alle diejenigen werdenden oder bereits beruflich tätigen Zahnärztinnen, die sich fragen, wann der beste Zeitpunkt für eine Schwangerschaft ist...

>>>> Die anzeigen- und sponsorenfrei erstellte Publikation (A 5) kann bestellt werden per adressiertem und frankiertem (1,45 Euro) Rückumschlag/A 5 an: Dentista-Büro, Birgit Dohlus, Christstr. 29 a, 14059 Berlin.
Die Publikation wird zum Selbstkostenpreis abgegeben für 5.- Euro (Mitglieder: 3,50 Euro). Im Fall einer Beilage von 5.- Euro erhalten die Empfänger eine Quittung, ohne 5-Euro-Beilage eine entsprechende Rechnung.

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2. HIRSCHFELD-TIBURTIUS-SYMPOSIUM: Erstmalig Tagung zu Zahngesundheit und Praxisführung im Gender-Fokus

News vom 17. Mai 2010

 

Presseinformation des „Dentista Club“ vom 7. Mai 2010

In der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde hat es das Thema derzeit noch etwas schwer – die Medizin allerdings macht bereits vor, dass man nicht um die Fragestellung herumkommt: Eine auch geschlechtsbezogene Sicht auf Krankheit und Gesundheit gibt wesentliche Anstöße zur Verbesserung von Prävention, Diagnose und Therapie.

Unter dem Motto „Gender Dentistry: Wissenschaft – Praxis – Psychologie“ widmen sich am 5. Juni in Berlin deshalb Wissenschaftler aus den Hochschulen, des IDZ, der Bundeszahnärztekammer und ergänzende Experten erstmals in einem zahnmedizinischen Fachsymposium den bestehenden Daten und zu findenden Antworten für die zahnmedizinische Versorgung. PD Dr. Dr. Christiane Gleissner/Universität Mainz, wissenschaftliche Leiterin des 2. Hirschfeld-Tiburtius-Symposiums: „Explizit richten wir mit der Tagung den Blick sowohl auf männliche als auch auf weibliche gesundheitsbezogene Aspekte. Ziel ist die Optimierung von Erkenntnissen und deren Nutzung in der Praxis zur Verbesserung der zahnmedizinischen Versorgung überall da, wo ein modifiziertes Vorgehen auch Sinn macht.“ Zuerst einmal müsse gesichtet werden, was es an Daten gibt und welche Botschaften sie vermitteln – das sei insbesondere Sinn dieses Symposiums, das die Ergebnisse solcher Sichtungen vorstellt, u.a. anhand der Daten der DMS IV und der SHIP-Studie. Der zweite Schritt sei dann, diese Daten auch wissenschaftlich genauer unter die Lupe zu nehmen und damit Optimierungsansätze für das Fach ZMK und die Versorgung der Patienten zu entwickeln.

Dass sich hier durchaus Aufgaben stellen, die wissenschaftlicher Untermauerung oder geänderter Kommunikation bedürfen, zeigen die genannten epidemiologischen Studien durchaus: So ist ein deutlich höherer Zahnverlust von Frauen in höherem Alter gegenüber gleichaltrigen Männern ein Thema, dem möglicherweise durch optimierte Prävention, Kommunikation oder auch Medikation entgegengewirkt werden könnte. Wenig erforscht sind die Gründe für höhere PA-Werte bei Männern, die im Zuge des fortschreitenden Wissens um immunologische Zusammenhänge sicher nicht allein mangelnder Mundhygiene zugeschrieben werden können. Selbst wenn dies der Fall sein sollte, wird die Zahnmedizin nicht umhin kommen, das Thema PA gegenüber den männlichen Patienten effizienter zu kommunizieren. Hier erwartet das Auditorium des 2. Hirschfeld-Tiburtius-Symposiums auch ein Vortrag quasi aus erster Hand: Thomas Altgeld, Landesvereinigung für Gesundheit/Niedersachsen und Autor des Buches „Männergesundheit“ wird in seinem Beitrag zum Thema „Männer für Prävention gewinnen – aber wie?“ entsprechende Tipps vermitteln. Seine Zusage für Vortrag und Thema verband er mit einem Kompliment: „Ich übernehme es vor allem gerne, weil ich, ehrlich gesagt, Ihren Verband noch nicht kannte und wirklich beeindruckt bin, wie Sie mit Genderfragen in der zahnärztlichen Versorgung arbeiten.“
Dies beleuchtet auch einen emotionalen Faktor für die – allerdings schwindenden – Hürden für diese Herangehensweise in der Zahnmedizin: In den Geisteswissenschaften ist „Genderforschung“ gleichgesetzt mit „Frauenforschung“, im Kreis der Philosophen und Soziologen haben Mediziner nach wie vor Probleme, die eher biologische und weit umfassendere Sichtweise der Ärzte und Zahnärzte verständlich zu machen. Daher wird der thematische Arbeitskreis des Dentista Clubs am Vorabend des Symposiums auch seine Bezeichnung ändern und sich eindeutiger positionieren. Intensiviert wird die Implementierung der Zahnmedizin in die Medizin auch bei dieser Thematik: Für die zurückliegende Jahrestagung 2009 zur „Geschlechterforschung in der Medizin“ (Charité) konnte erstmals ein zahnmedizinisches Poster angemeldet werden. Dabei hat die Zahnmedizin gegenüber manchem allgemeinmedizinischen Fach ausgesprochen gute Karten: fundierte Daten. Die Hürde scheint derzeit, so die Einschätzung des Dentista Clubs, eher das „Zahn“ als die „Medizin“ im Begriff zu sein. Mit dem 2. Hirschfeld-Tiburtius-Symposium wird daher auch ein erneutes öffentliches Signal gesetzt, dass sich der Berufsstand mit seinem Wissen und seinem Engagement in der Medizin sehen lassen kann und von ihr nicht zu trennen ist.

Weiterführende Downloads:

Das Programm - und der Anmeldecoupon
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AKTUELLE STUDIE/USA: Abhängigkeit des Frühgeburtsrisikos von PA-Behandlungserfolg

News vom 21. April 2010

 

Presseinformation des Dentista Club vom 19. April 2010
Bild: PD Dr. Dr. Christiane Gleissner/Universität Mainz

PD Dr. Dr. Christiane Gleissner/Uni Mainz:
Aktuelle Studie aus den USA zeigt Abhängigkeit des Frühgeburtsrisikos von PA-Behandlungserfolg
Eine im März 2010 auf der Jahrestagung der International Association for Dental Research in Washington, D.C. vorgestellte prospektive Studie*) der Arbeitsgruppe um Marjorie Jeffcoat, Universität von Pennsylvania, hat erstmals das Frühgeburtenrisiko von Schwangeren mit Parodontitis verknüpft mit dem jeweiligen PA-Behandlungserfolg. PD Dr. Dr. Christiane Gleissner, Universität Mainz, berichtete auf Anfrage des Dentista Club, zu dessen wissenschaftlichen Beirat sie gehört, über eindrucksvolle Ergebnisse dieser Studie, die einen Zusammenhang von Frühgeburtrisiko und dem Erfolg einer PA-Therapie nahe legen. Insgesamt wurden 872 Frauen untersucht, bei 160 Frauen wurde eine Parodontalerkrankung diagnostiziert und mit Scaling sowie Wurzelglättung behandelt. Nach der PAR-Behandlung wurde bei einer erneuten parodontalen Untersuchung das Behandlungsergebnis als „erfolgreich“ oder „nicht erfolgreich“ klassifiziert. Dr. Dr. Gleissner: „Bei den parodontalgesunden Frauen kam es in 7,2 % der Fälle zu einer Geburt vor der 35. Schwangerschaftswoche, dagegen in 23,4 % bei Frauen mit Parodontalerkrankungen.“ Überraschend deutlich waren die Ergebnisse, wenn nach dem Therapieerfolg differenziert wurde, Dr. Dr. Gleissner: „Bei den Frauen mit erfolgreich behandelter Parodontitis entbanden 45 termingerecht; in 4 Fällen kam es zu einer Frühgeburt. Bei den 111 der insgesamt 160 Frauen, die auf die PAR-Therapie schlecht oder nicht ansprachen, endeten 69 Schwangerschaften mit einer Frühgeburt, nur 42 dieser Schwangeren entbanden termingerecht. Wenngleich die Details dieser Untersuchung noch nicht publiziert sind, zeigen diese Daten doch, dass eine frühzeitige umfassende parodontale Betreuung in der Schwangerschaft das Risiko einer Frühgeburt deutlich senken kann.“
Orale Mikroorganismen in der Gebärmutter
Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Studie eines Wissenschaftlerteams aus Ohio**): Entgegen der gängigen Auffassung, intrauterine Infektionen, die zu Frühgeburten führen (können), seien die Folge aufsteigender Infektionen des unteren Genitaltraktes, entdeckte man hier mit verfeinerten Meßmethoden üblicherweise orale Bakterienarten bei intrauterinen Infektionen. Dr. Dr. Gleissner: „Die Autoren gingen nun, im Tierversuch, der Hypothese nach, dass intrauterine Infektionen auch durch die hämatogene Translokation oraler Mikroorganismen von der Mundhöhle zur Gebärmutter verursacht werden können. Dazu wurde trächtigen Mäusen eine geringe Menge Speichel oder mit subgingivaler Plaque von Parodontitispatienten versetzte Kochsalzlösung in eine Schwanzvene injiziert. 24 Stunden nach der Injektion wurde die Plazenta entnommen und untersucht. Dabei wurden in den Plazenten der mit Speichelbakterien infizierten Mäuse vor allem Mischinfektionen durch Neisseria spp., Streptococcus spp., und Veillonella spp. nachgewiesen. Ähnliche Ergebnisse fanden sich bei den Plazenten der mit subgingivalen Bakterien infizierten Mäuse: hier wurden vor allem Mischinfektionen durch Neisseria spp., Aggregatibacter segnis und Streptococcus spp. nachgewiesen.“ Alle in den Plazenten nachweisbaren Mikroorganismen konnten auch im infektiösen Agens nachgewiesen werden. Dr. Dr. Gleissner: „Desweiteren zeigte der Vergleich mit dem Infektionsmaterial eine Anreicherung bestimmter Bakterienarten in der Plazenta, z.B. für A. segnis oder Peptostreptococcus stomatis, die im Ausgangsmaterial nur in sehr geringer Zahl, in der Plazenta aber in hoher Zahl gefunden wurden. Die Forscher werten dies als Beleg dafür, dass die Mundhöhle eine wesentliche Quelle intrauteriner Infektionen darstellt, der in der bisherigen Ursachenforschung nicht genügend Aufmerksamkeit gewidmet wurde. Außerdem fordern sie die konsequente Reduzierung bakterieller Beläge in der Mundhöhle, um die Möglichkeit einer hämatogenen Plazentainfektion durch orale Mikroorganismen zu minimieren.“
*) Quelle: Jeffcoat, M., Parry, S., Sammel, M., Macones, G. (2010) Risk of preterm birth is reduced with successful periodontal treatment. AADR Annual Meeting, Washington, DC, March 3-6, 2010, Abstr. # 690, unter http://iadr.confex.com/iadr/2010dc/webprogram/Paper127734.html
**) Quelle: Fardini, Y., Chung, P., Dumm, R., Joshi, N., Han Y.W. (2010) Transmission of diverse oral bacteria to murine placenta: evidence for the oral microbiome as a potential source of intrauterine infection. Infection and Immunity, Apr. 2010: 1789 - 1796.

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PARODONTALERKRANKUNGEN: Im Kindheitsalter „oft tragisch“

News vom 12. März 2010

 

BILD: Prof. Dr. James Deschner

Parodontalerkrankungen im Kindheitsalter werden oft übersehen, sagt Prof. Dr. James Deschner, Universität Bonn, auf Anfrage des Dentista Club, das Bedauerliche sei: „Man vermutet sie nicht, und sie sind oft tragisch.“

Parodontalerkrankungen seien keineswegs nur eine Erkrankung bei Erwachsenen: „Parodontaler Knochen- und Attachmentverlust können bereits im Milchgebiss sowie im bleibenden Gebiss von Jugendlichen auftreten und zu frühzeitigem Zahnausfall führen.“ Ursache seien oft aggressive Parodontitiden: „Hier ist insbesondere die lokalisierte aggressive Parodontitis zu nennen, die vor allem die Inzisivi sowie 1. Molaren der ansonsten systemisch gesunden Jugendlichen befällt.“ Aber auch bestimmte Systemerkrankungen, an denen Kinder und Jugendliche leiden, können die Entstehung und Progression von parodontalen Erkrankungen fördern. Prof. Dr. Deschner: „Zu solchen Erkrankungen zählen z.B. Typ 1-Diabetes sowie Down- und Papillon-Lefevre-Syndrom.“ Auch bestimmte Zahnentwicklungsanomalien können die lokalisierte Zerstörung des Parodontiums begünstigen: „Zu solchen Anomalien gehört z.B. die palatinale radikuläre Furche, die vor allem die Oberkieferschneidezähne betrifft.“

Die Empfehlung für die Kollegen: „Auch bei Kindern und Jugendlichen wäre es erforderlich, in regelmäßigen Abständen auf das Vorliegen von Knochen- und Attachmentverlust – vor allem an den Schneidezähnen und 1. Molaren – mittels einer Parodontalsonde zu lsquo;screenen’, selbst wenn keine Beläge und gingivalen Blutungen auffallen. Die betroffenen Patienten und deren Eltern werden es danken.“

Pressekontakt: Birgit Dohlus, dental relations, T: 030 / 3082 4682, info@zahndienst.de

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KOOPERATION: Dentista Club ist förderndes Mitglied beim BdZA

News vom 04. März 2010

 

>> Pressemeldung des BdZA <<
BILD: ZA Ingmar Dobberstein/BdZA, Dr, Susanne Fath/Dentista Club, ZA Jan-Philipp Schmidt/BdZA, ZÄ Juliane Gnoth/BdZA und Dentista Club

Zum Berliner Zahnärztetag am 16.01.2010 konnte der Bundesverband der Zahnmedizinischen Alumni in Deutschland (BdZA) ein neues förderndes Mitglied im Verband begrüßen, den Buena Vista Dentista Club e.V./ Verband der Zahnärztinnen.
Da eines der erklärten Ziele des BdZA die Förderung des Gender & Equality- Bewusstseins des Berufsstandes ist, lag eine Vernetzung mit dem Verband der Zahnärztinnen nahe, der sich für Themen und Interessen von Zahnmedizinerinnen einsetzt und mit der im Aufbau befindlichen Gesellschaft für Sexus und Gender in der Zahnmedizin einen kompatiblen Arbeitsbereich bietet.
Der BdZA wiederum freut sich über die Unterstützung des Dentista Club bei seinen Bemühungen, die Alumni-Kultur der Zahnmedizin zu stärken und die Identifikation der jungen Kolleginnen und Kollegen mit Ihrer Alma Mater zu fördern.
Obwohl in einigen Jahren der Berufstand erwartungsgemäß weit mehr von weiblichen Zahnmedizinern geprägt sein wird, gibt es derzeitig noch Defizite im Verständnis für die berufliche Lebensplanung der jungen Zahnärztinnen, die man nun gemeinsam angehen möchte. So wurden bereits konkrete Projekte geplant: Ein Anliegen ist die bundesweite Ausweitung des von Dentista bereits in Berlin etablierten Mentoring-Programms, bei dem junge Zahnmedizinstudentinnen von Zahnärztinnen unterstützt werden, die in ihrer Nähe wohnen und arbeiten. Dies entspricht auch den Zielen des BdZA, da dieser junge Zahnmediziner auf dem Weg in die Freiberuflichkeit unterstützen möchte. In Berlin funktioniert dieses Konzept bereits sehr gut und soll nun bundesweit und für beide Geschlechter ermöglicht werden. Dazu bieten sich die Netzwerke des BdZA an, über die Kontakte zwischen den Generationen hergestellt werden können. Beide Verbände sehen im Mentoring-Programm eine Bereicherung für die Studierenden ebenso wie für die bereits etablierten Kolleginnen und Kollegen.

Als weiteres Projekt werden in Zukunft gemeinsame statistische Erhebungen durchgeführt. So möchte man z.B. herausfinden, ob es tatsächlich zutrifft, dass die Zahnärztinnen von morgen eine geringere Lebensarbeitszeit haben werden. Durch die gewonnenen Studienergebnisse können die Verbände gezielt auf die Besonderheiten und Bedürfnisse der jungen Kolleginnen und Kollegen regieren und Auskunft über die zukünftige Entwicklung des zahnmedizinischen Berufstandes erhalten. Die Vorsitzenden beider Verbände, Dr. Susanne Fath (Präsidentin Dentista) und ZA Jan- Philipp Schmidt (Vorsitzender BdZA) bekundeten, dass sie sich auf die künftig noch engere Zusammenarbeit freuen und begrüßten sehr, dass ZÄ Juliane Gnoth, Beirat des BdZA und Mitglied im Dentista-Club, nun eine direkte Schnittstelle zwischen den Verbänden bildet.

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DENTISTA CLUB UND STRAUMANN AG: Symposium zu komplementären Verfahren

News vom 22. Februar 2010

 

Presseinformation des „Dentista Club“ vom 18. Februar 2010

Nicht nur die Recherchen im Vorfeld eines Parodontitis-Schwerpunktes für die Märzausgabe der DENTISTA haben gezeigt, dass komplementäre, oft auch als „ganzheitlich“ bezeichnete Verfahren als Ergänzung der schulmedizinischen Vorgehensweise eine enorme Rolle in den Praxen der Zahnärztinnen in Deutschland spielen: Implantologie und große Chirurgie unterstützt durch Akupunktur und Homöopathie, Berücksichtigung von Meridianen bei der Prothetik und der Einsatz von Nosoden in der Therapie chronischer Parodontitiden – die Sichtweise auf die Zahnmedizin ist erheblich mit der Betrachtungsweise des gesamten Systems Körper und Seele verbunden. Der Dentista Club sieht hier eine Entwicklung, die aufgrund der zunehmenden Anteile von Zahnärztinnen an der zahnmedizinischen Versorgung der Bevölkerung die praktizierte Zahnmedizin bereits jetzt schon erheblich mitgestaltet und entsprechend auch bei Fortbildung berücksichtigt werden sollte.

Für ein erstes Symposium, das klassische und komplementäre Vorgehensweisen in einer Veranstaltung verbindet, hier mit besonderem Blick auf invasive Parodontologie und Implantologie, konnte der Dentista Club das Unternehmen Straumann als veranstaltenden Partner gewinnen: „Komplementärverfahren sind für uns ein relativ neues Gebiet“, sagt dazu Wolfgang Becker, Straumann AG/Vice President Central Europe. „Wir vermerken vor allem von Seiten der Zahnärztinnen einen Trend zur Einbeziehung komplementärmedizinischer Verfahren. Das hat unser Interesse geweckt, denn es sind Ansätze, die das Wohlbefinden der Patienten beeinflussen und äußerst positive Ergebnisse erzielen.“ Das Unternehmen hat die Thematik daher aufgenommen und im ersten Straumann-Symposium in Kooperation mit dem Dentista Club realisiert. Becker: „Bei Straumann sind wir der Auffassung, dass es sich hier um ein sehr spannendes Feld handelt. Wir freuen uns auf die gemeinsame Veranstaltung und sind gespannt auf die Vorträge!“

Neben dem Thema an sich hat der Dentista Club auch eine weitere Zielsetzung seiner Arbeit realisieren können: Die Liste der Referenten weist einen erfreulich hohen Anteil an erfahrenen Zahnärztinnen und Wissenschaftlerinnen unter den Experten auf, darunter auch Mitglieder des Dentista Clubs. Für die Einführung konnte Prof. Dr. med. Claudia Witt MBA gewonnen werden, die an der Charité/Berlin als Stiftungsprofessur den bundesweit ersten Lehrstuhl für Komplementärmedizin leitet und betont: „Forschung ist die Basis für eine Integration in die Regelversorgung“. Mit dem Thema „Komplementärmedizin und Recht – ein Überblick zu Haftung, Aufklärung und Erstattung“ rundet Dentista-Beirätin RA Dr. Maike Erbsen das spannende Tagungskonzept ab.

Veranstaltungsdaten: Samstag, 24 April 2010, Frankfurt, Villa Kennedy, abendliches Vorprogramm am 23.4.2010, infos und Anmeldung: 0761 / 4501-480, sabine.kopp@straumann.com, www.dentista-club.de

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TRENDANALYSE des Dentista Club: Zahnärztinnen umsatzstärker im Dentallabor

News vom 29. Januar 2010

 

BILD: Helge Vollbrecht/Dentallabor Biemadent hat die Umfrage maßgeblich unterstützt und war vom Ergebnis im eigenen Labor überrascht.

Presseinformation vom 29.01.2010

Gleich zwei Punkte haben den Dentista Club, der die Trendanalyse erhob, und die repräsentativ ausgewählten Dentallabore quer durch Deutschland überrascht: Zum einen hatten sich die befragten Labore bis dato fast keine Gedanken über die geschlechtsspezifische Struktur ihrer Auftraggeber gemacht und waren erstaunt über die Fragestellung – und schließlich über das eigene Ergebnis. Zum anderen zeigte sich fast durchgängig, dass der Pro-Kopf-Umsatz von Zahnärztinnen im Vergleich zum pro-Kopf-Umsatz von Zahnärzten spürbar höher lag. Ausgewertet wurden entsprechend gesplittete Umsatzdaten im Jahr 2009. Wiewohl fast alle Labore meinten, das eigene Ergebnis könne an Besonderheiten ihres Angebotes liegen (eins meldete einen hohen Umsatzanteil von Zahnärztinnen vor allem durch Implantatprothetik), ergab die Bilanz in allen Laboren deutlich: Zahnärztinnen erwiesen sich durchschnittlich als umsatzstärker, in einigen Laboren stellen sie außerdem den größeren Anteil an den Auftraggebern.

Trends reizvoll, Studien sinnvoll

„Vor der Entwicklung des steigenden Anteils an Zahnärztinnen im Berufsstand sind solcherart Trenderhebungen reizvoll als Signal“, sagt Dr. Susanne Fath, Präsidentin des Dentista Clubs, „weitergehende Studien wären sicher sinnvoll.“ Offenbar sei in vielen Laboren die Entwicklung der Zahnärztinnenzahl noch gar nicht angekommen: „Hier verändert sich der Markt – wie es derzeit nach unserer Stichpunkt-Erhebung aussieht, für die Labore nicht einmal in eine unerfreuliche Richtung“, so Dr. Fath. Die Auftragswerte von Zahnärztinnen gegenüber denen von Zahnärzten lagen beispielsweise bei einem Labor in NRW bei 9 % plus, in einem Labor im Land Brandenburg bei 16 % plus, sie erreichten in einigen spezialisieren Laboren sogar deutlich über 60 %, wobei hier die Situation genauer analysiert werden müsste. Nur in einem an der Umfrage beteiligten Labor lag der pro-Kopf-Auftragswert der Zahnärztinnen unter dem der Zahnärzte – allerdings mit zu vernachlässigenden -0,4 %. „Interessant wäre auch eine neutrale Erhebung über die Affinität der Kolleginnen zu chairside-Technologien und digitalen Verfahren – und natürlich vertiefend zu den Gründen für das Umsatzplus im Labor. Ein weiterer interessanter Aspekt: Die Entwicklung zu Mehrbehandlerpraxen, ein deutlicher Trend bei den Zahnärztinnen. Hier ist sicher viel Potential zur Vorbereitung der Labore auf die aktuellen Entwicklungen.“

Interessante Selbstanalyse für das Labor

„Das war für uns eine interessante Fragestellung“, sagen ZTM Carsten Dursteler sowie Helge Vollbrecht vom Dentallabor Biemadent/Eberwalde, das die Trendanalyse des Dentista Clubs fachlich begleitet hat. „Uns war zwar schon bewusst, dass wir eine hohe Quote an Zahnärztinnen unter unseren Auftraggebern haben, aber dass dies auch wirtschaftlich eine solche Rolle spielte, war ein interessantes Ergebnis.“ Sofort dabei, die Daten zu analysieren, war beispielsweise auch Waltraud Hetjens (Manfred Hetjens Dental-Labor/Geldern): „Da uns das Thema sehr interessiert und wir schon immer den Eindruck hatten, dass Zahnärztinnen mindestens genauso produktiv sind wie die männlichen Kollegen, habe ich mich gleich an die Auswertung gemacht.“ Das Ergebnis: Ein deutliches pro-Kopf-Umsatz-Plus bei den Zahnärztinnen. Die Fragestellung nach dem Umsatzlevel der Zahnärztinnen fand auch Andreas Moser (Lubberich GmbH Dental-Labor) weiter nachdenkenswert, hatte aber auch eigene Vermutungen dazu: „Frauen, die im Bereich der prothetischen Versorgung technisch gut aufgestellt sind, haben möglicherweise einen Vorteil – im "Verkauf" dieser Leistungen sowieso.“ ZTM Manfred Dumann (Dentallabor Dumann/Ingolstadt) beispielsweise war von der Bilanz der wirtschaftlichen Auswertung geradezu verblüfft: „Von diesem unerwartet hohen Ergebnis sind Sie sicher genauso überrascht wie ich!“

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